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Der Wald im Haushalte der Natur und des Menschen / von Rudolf Weber
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39
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lll. Der Einfluß des Waldes auf das Klima.

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Diese Zahlen zeigen sehr deutlich, wie der Wald in denSommer- und Herbstmonaten durch seinen Kronenschirmund die größere Luftfeuchtigkeit die nächtliche Strahlung ver-hindert und so die Luft bei Nacht wärmer erhält, während erdagegen in den Mittagsstunden der Frühlings-, Sommer- undHerbstmonate einer zu großen Erwärmung entgegentritt. Inden Wintermonaten ist sein Einfluß auf die Temperatur vielunbedeutender, als in den übrigen Jahreszeiten, doch erstrecktsich hier seine schützende Wirkung gegen die Kälte auch noch aufdie Morgenstunden. Noch schärfer tritt aber die ausgleichendeEigenschaft des Waldes bei einem Vergleich der höchsten beob-achteten Temperaturen (Maxima) und der, größten Kälte-grade (Minima) zwischen Waldluft und Freiem hervor, wie sieim Nachstehenden angestellt ist:

Höchste Tempera-tur im Sommer

Also dieWaldlustkälterum

Niedrigste Tempe-ratur im Winter

Im

Freien

Im

Walde

Im

Freien

Im

Walde

Durchschnitt derBeobachtungen

SS,-/,

22,

^,23

17 0

->-',62

Also dieWaldluft

wärmer

um

2,26

Die Wirkung des Waldes auf die Extreme der Lufttempe-ratur ist also namentlich in der heißen Jahreszeit noch stärkerabschwächend, als in der kalten, denn während er die größteHitze um 40 ermäßigte, konnte er die größte Winterkälte nurum etwas über 2 " abstumpfen. Die Bedeutung dieser klimatischenEinwirkung liegt aber hauptsächlich darin, daß durch die unaus-gesetzt stattfindende Luftcirculation, dann durch die herrschendenWindströmungen ihre Folgen auf die den Waldungen benach-barten Gebiete bis auf eine gewisse Grenze der Entfernungmitgetheilt werden.

Die Wirkung des Waldes auf die Bodentemperaturist in zweifacher Hinsicht von Bedeutung: Indem der kältereWaldboden eine besserer Condensator der Luftfeuchtigkeit ist, alsder unbedeckte Ackerboden oder Sand der Steppe, verstärkt er