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Der Wald im Haushalte der Natur und des Menschen / von Rudolf Weber
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63
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u. Consiuntion der Waldproduktc.

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Stein, die Leichtigkeit seiner Bearbeitung bei verhältnißmäßig großerDauer, seine Eigenschaft als schlechter Wärme- und Elektricitäts-leiter, die günstige Schaftform der Baumstämme, deren Trag-fähigkeit und Elasticität sicherten den verschiedenen Holzarten vonjeher eine ausgedehnte Verwendung im Haushalte des Menschen.So finden wir daher beim Bau und der inneren Einrichtungder Wohnungen und öffentlichen Gebäude, an Brücken, in denSchwellen der Eisenbahnen und den Telegraphenstangen, imSchiffsbau, in den Bergwerken, den landwirthschaftlichen Gebäu-den und Geräthen, der Emballage der Handelsgüter (Fässer,Kisten), sowie endlich in den Erzeugnissen zahlreicher Gewerbeund Industriezweige eine fast unermeßlich scheinende Menge vonHolz verarbeitet. Zwar hat auch hier die Neuzeit durch ver-mehrte Anwendung von Eisen, Stein und anderen Materialienin mancher Beziehung die Anwendung von Holz umgehen gelernt,allein im Verhältniß zu dem Gesammtverbrauch beträgt dieseVerminderung nur sehr wenig und erscheint nur als wünschens-werthe Sparsamkeit.

Ein Beweis, wie wenig in Großen und Ganzen diese Sur-rogate den Consum an Nutzholz, Bau- und Werkhölzern alteriren,liefern die von Jahr zu Jahr sich steigernden Nutzholzprozentein allen statistischen Nachweisungen.

In Preußen betrug nämlich das Nutzholz folgende Pro-zente von dem gesummten Derbholzabfall iu den Staatsforsten:

In den Jahren

Proz. vom Derbholz

18-7-4

20,2

18-7-g

21,-

18'°/«

26

18'749

24,-

18'754

25,-

18-7-9

26,9

1s°°/-4

' 27, z

1865

31,-

In Bayern berechnete sich das Nutzholzprozent in denStaatsforsten folgendermaßen: