8. Consumtion der Waldprodukte.
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keit, dagegen sind die Erträgnisse hieraus im großen Forsthaus-halt ziemlich unbedeutend, wie dies auch bezüglich des Sammclnsder Waldbeeren, Schwämme, Ameiseneier u, s. w. der Fall ist.
Außer den Haupt- und Nebennutzungen liefert der Waldnoch nutzbare Produkte und folglich Einnahmen durch die Thier-welt, welche er beherbergt und deren Erlegung Gegenstand derJagd ist. Ohne den Wald würde eine große Zahl jagdbarerThiere verschwunden sein, da deren Existenz großentheils vondem Vorhandensein der Wälder bedingt ist, z. B. Edelwild,Dammwild, Reh, Schwarzwild, Auerhahn u. s. w. Wenn infrüheren Jahrhunderten der Wald fast nur wegen der Jagdgeachtet und gepflegt wurde, so hat dies Verhältniß jetzt einewesentliche Veränderung erlitten und es bilden die Erträgnisseaus Jagden nur einen kleinen Bruchtheil der Waldernte (z. B.in Preußen etwa 8 pro LliUo, in Bayern nur 1 pro Aillo).Gleichwohl verdient die Jagd auch vvm volkswirthschaftlichenStandpunkt volle Beachtung, da sie die freien Bewohner desWaldes dem Menschen tributpflichtig macht und außerdem diewichtige Aufgabe hat, eine schädliche Vermehrung der Raubthiereoder der landwirthschaftlich schädlichen Thierarten (z. B. Schwarz-wild) rechtzeitig zu verhindern. Wer wollte übrigens verkennen,daß die Jagd als ein edles, dem männlichen Sinn entsprechen-des Vergnügen einen bedeutenden Einfluß auf die Gesinnungsartund Thatkraft der Völker ausübt? Gilt doch der ächte Waid mann überall als Vorbild der Kühnheit, Entschlossenheit unddes freien Muthes!
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