Band 
Zweyte Abtheilung.
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mn junger und friſcher/ je beſſer,

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2. Buch Moſis Cap. 30. verſ. 23.24.25. TAB. CCXIL- CCXIII. 337

als Wein dergleichen ſonderlich diejeni-15 iſt, welche die Inwohner achy zu nen-gem pllegen die Alexandriniſche Kauff-Ws hingegen Daphnitis. Dieſer aber1 8 die Purpur ⸗faͤrbige, dicke, dunckleab ſchwartzlichte vorgezogen die denGel men Ligir führet, und einen Roſen-fleisch an ſich hat. Dieſem fuͤge ich deniſſgen Plinium bey L. XII. c. 19. Frutentur alia eſt, juxtaque Cinnami campos naſci-5 ſed in montibus craſſiore ſarmento, te-e cute verius quam cortice Amplitudoiticis trium cubitorumcolor triplex. Cummum emicat, candidus pedali menſura:Ane rubeſcit, addito ſemipede; ultra nigri-. Probatur recens maxime,& qu ſitoris molliſſimi, guſtuue quam maxime fer-dens botius, quam lento tepore leniter mor-Is colore purpureo, quæque plurima pon-ra minimum faciat, breui tunicarum fiſtula,

na on fragili. Laclam vocant talem barbaro5 mine. Alia eſt balſamodes, ab odore ſimi-dieb bellata, ſed amara, ideoque utilior Me-ift e cut nigra unguentis: Auch Caſien5 80 Stauden ⸗Gewaͤchſe, und waͤchßtdenen Simmet⸗Feldern/ auf den Ber-

90 aber macht ſie ein ſtaͤrckeres Kebwerck,

de eber eine dünne Haut als eine Bin-

Die Groͤſſe erſtreckt ſich auf dreyAbr hat dreyerley Farben; So baldwe ervor treibet, ill es einen Schuh langSc nach deme wird es einen halbenfoduh hoch roͤthlich; wenns weiterge ſo gehts ins Dunckle oder Schwar-5 Geruchmeh dem Geſchmack nach brennet es viel-Won, als daß es mit emer laulichtenPunme nur ein wenig beiſſen ſolte, ſihetat bur roth aus, iſt zimlich gewichtig-abbnan kurtzes Rohr, ſo ſich nicht leichtdi rechen laͤſſet. Die Inwohner nennenN Gewaͤchſe nach ihrer verderbtene Art Lacta; Eine andere Art riechetdene alſam iſt aber daneben bitter, undche n Artzney Erfahrnen um ſo taugli-alb gleichwie die ſchwartze zu denenbeſor en mehrers gebrauchet wird. Ichſchwerte meinen Wertheſten Leſern allzu be;dubrirliche Weitlaufftigkeit, wofern ich allesGeschrei wuͤrde! was die heutige Kraͤuter-0 moeebere von der Caſien angemercket, mit-häuften ſich die obſchwebende Zweifel mehr155 en als verlieren. Rajus Hiſt. Plant. p.ger 9. mit Garcia ab Horto, Monarde, Scali.Feride dmato Sc. hält der alten und neuernwir gheen immer und Caſten fur eins, wiewenn aten ſchon Erwehnung gethan haben;gen Calper Kinman der Zimmet/ Kiccah hinge-ſten, das it, ſo ſpricht vorhabender Text ſelb-man wafß behde von einander unterschieden,olte dann ſagen, daß dieſe Wörter nut

wenn es einen zarten

unterſchiedliche Theile von einerley Baum be-deuten; eines das Holtz, das andere die Rin-de, oder aͤuſſerſte Aeſtlein; heutiges Tagesſind vornemlich dreyerley Sorten von derCaſſia bekandt, Lignea, Fiſtula.& Caryophyl.lata. Wenn Kiddah Cafſien iſt, ſo ſchickt ſichdie Lignea am beſten dazu, welches waͤre dieRinde eines in Malabaren und Sumatra wach-ſenden Baums, der Beeren traͤgt, dicker alsdie Zimmet⸗Rinde, aber von ſchwerern, ſtaͤr-ckern Geſchmack und Geruch: DerohalbenHermannus Mater. Med. p. 94. zwar ſchrei-bet, daß ſie von dem Zimmet anderſt nichtunterſchieden, als in Anſehung des Orts, andeme beyderley Baͤume wachſen. Dieſemnach ſtelle ich aus dem Horto Malabarico T. I.Tab. 57. den Malabariſchen Zimmet vor Au-gen, Canellam Malabaricam, Carua dictam,Fig. E. und erſuche den Guͤnſtigen Leſer nachAnleitung des beruͤhmten und hoch erfahrnenHermanni wohl zu bemercken, daß, weilenbey gegenwaͤrtiger Stelle vornemlich auf einaus denen Specereyen bereitetes Oehl geſehenwerden muß, der Zimmet⸗Baum nicht einer-ley Oehl in ſich halte: Aus der Wurtzel komtvermittelſt der Peſtillirung der Camphor undein Oehl; aus der Rinde des Stamms dasgemeine ſo genannte Simmet⸗Gehl, aus de-nen Blaͤttern das Naͤgelein⸗Gehl; aus de-nen Fruͤchten ein dem Wachholder⸗Oehl aͤhn-liches Oehl, worunter etwas von dem Zim-met⸗ und Naͤgelein⸗ Oehl gemenget wird; ausdieſem laͤßt ſich ein fettes, dickes, dem Wachsgleiches Oehl kochen, welches zu Pflaſtern,Salben, Kertzen und lindernden Artzneyen

ein dienliches Oehl iſt;

Die Caſien habe genommen aus Pometin Fig. F. unter dem Titul, Canelle girofflèe;Naͤgelein⸗Kaſten. ö

Fig. G. iſt Canelle Sauuage, die wildeKaſien. 3Fig. H. zeiget die weiſſe Veyel⸗Wurtz

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Tab. CCxIII.

Nachdeme wir nun biß daher die trocke-ne Materialien des Heiligen Salb⸗Oehls un-terſuchet, benanntlich die beſte flieſſende Myrꝛ-hen, den auserleſenſten Zimmet/ den India-niſchen oder Arabiſchen Kalmes/ zuſamt de-nen Caſien, ſo kommt es nun auf das, vonGOTT ſelbſt vorgeſchriebene Recept, undZubereitungs⸗Weiſe, wozu von Myrꝛhenund Caſien jedes mahl 500. Sickel kommen;iſt nun derſelben einer ſo viel als 3. Drachmenoder Quintlein, 2. Scrupel, 8.90. Gran Apo-thecker⸗Gewicht/ ſo werden durch vorgedach-te 2. Stuͤcke heraus kommen 19. Pfund, 10.Untzen, 3. Drachmen, 1. Scrupel, 10. Gran,von dem Zimmet und Kalmes aber die Helff-te, benanntlich 9. Pfund, 11. Untzen, 1.

Rrrr Drachm.