Buch 
Die Bevölkerungsstatistik der schweizerischen Eidgenossenschaft und ihrer Kantone, unter steter Vergleichung mit den analogen Verhältnissen anderer Staaten : ein Beitrag zur Kenntniss der physischen und socialen Zustände der Schweiz / nach offiziellen Daten für Aerzte, Beamte, Geistliche u.s.w. bearbeitet von Dr. Wilhelm Gisi
Entstehung
Seite
68
JPEG-Download
 

6S

bevölkerung von 2,506,185 (d. h. mit Ausschluss von 3709 Individuen unbekanntenAlters) ein Verhältniss von */ 4 — */,, jedoch näher bei */ 4 (in Europa im Allgemeinenaus den oben S. 60 angegebenen Gründen, zumal der grossem Fruchtbarkeit nurfast */ s 6 ) ergibt. Rechnet man nun auf je 2 Jahre eine Geburt, so würden aufje 100 Lebende jährlich 8 —10 = 9 Neugeborne kommen, also in der ganzenSchweiz jährlich 278,944 Kinder geboren werden, eine Proportion, welche diephysisch grösste Propagationskraft bezeichnet, aber nicht einmal in den tropischenClimaten (z. B. in der mexicanischen Provinz Guanazato 1 : 16, dafür aber auchein Sterbefall : 20 Lebende 7 ), geschweige denn unter den obwaltenden socialenVerhältnissen in Europa vorkommt. Man dürfte überhaupt eine Vermehrung von

3 % jährlich als die höchste in Europa überhaupt mögliche Rate des innern Zu-wachses ansehen, ein solches Verhältniss also, wobei 5 Geburten auf 100 Lebendeund 2 Sterbefälle Vorkommen, das aber selbst in keinem europäischen Staate er-reicht wird, wie denn in der Schweiz im Durchschnitt der fünfzehn Jahre 1850/64nur 2,97 % Geburten und 2,36 % Sterbefälle, also jährlich nur 0,61 % Zuwachs,stattfanden, womit denn auch die muthmaassliche Geburtenzahl für die ganzeSchweiz von 75,000 jährlich übereinstimmt, die kaum den vierten Theil jenerphysisch erreichbaren beträgt. Und auch in Amerika ist die Zeit längst vorüber,wo eine solche Volksvermehrung durch innern Zuwachs statt hatte, wie denn dortüberhaupt seit etwa 70 Jahren die Geburtenfrequenz stets abgenommen hat, 8 sodass denn auch die Verdoppelungsperiode von 25 Jahren oder eine Volksvermehrungin geometrischer Progression, welche Malthus, auf die Erfahrungen in jenem Landegestützt, sie viel zu sehr verallgemeinernd, annahm, so zwar, dass eine Bevölkerungsich innert einem Jahrhundert versechszehnfachen, in zweien ver256‘fachen, invieren endlich auf das 66,536fache erheben könnte, nicht einmal dort mehr möglich ist.

Zürich. 1467 51892 1529 76229 1 1588 110973 * 1610 143990 3

1634 87621 4 1671 128158 5 1678 139146 1700 119442 1748 143433

1762 172220 1765 175000 6 1771 158205 7 1773 152201 1784 174572 7

1785 167564 8 1788 180000 r 1791 179778 10 1792 181307 10 1793 182123 10

1812 189457“ 1815 185000“ 1824 213000 13 1833 226855 14 1836 231576

1850 250134 1860 266265.

‘Meier: 73,389.- 2 Gemälde1192:101,973. - 3 1 192:138,932. - 4 1 192: 83,373.-5 I 192: 120,800. — 6 Fäsi I 264. — 7 Coxe, Briefe. — 8 Hirzel in Hopfners Magazin III 102.—9 Meiners III39. — 10 BrunnsMagaz. III 2.106. — 11 Meier. — 12 Eidg. Scala. — 13 Meier. 1823:Usteri und Meier: 185,000. — 14 Meier. Alle übrigen Daten, ausser 1836, 1850, 1860,nach Waser in Scldözers Briefwechsel, Heft 32. Vergl. Normann I 69 ff.

Bern. 1754160349* 1764175316* 1764 335109 2 1765 340000 3

1773 375000* 1783 383949 4 1786 370000 5 1791 406554* 1798 217165*

1815 291200 8 1818333278* 1819 331000 7 1824 320000 8 1827 350000 9

1837407913* 1844 432000 10 1846446514* 1850458301 1856449129*

1860 467141.

1 Hildebrand I 44. Nur für Oberland und Mittelland. — 2 Schlözer a. a. O. — 3 Fäsi I 527.

4 Coxe. — ” Normann I 427. Meiners IV 39. Tillier V 312. — 8 Eidg. Scala. — 7 Helvet. Al-manach. — 8 Usteri und Meier, wie fürderhin diese Jahresangabe immer. — “ Bernoulli, ArchivI 97, wie fürderhin diese Jahresangabe immer. — *° Bernouilli.

* Wappäus I 91. — 7 Quetelet I 116, — 8 Vergl. Wiener Neue freie Presse No. 752,

3. October 1866, Abendblatt S. 3.