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Die Bevölkerungsstatistik der schweizerischen Eidgenossenschaft und ihrer Kantone, unter steter Vergleichung mit den analogen Verhältnissen anderer Staaten : ein Beitrag zur Kenntniss der physischen und socialen Zustände der Schweiz / nach offiziellen Daten für Aerzte, Beamte, Geistliche u.s.w. bearbeitet von Dr. Wilhelm Gisi
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11. Die Fruchtbarkeit der Ehen ist die Zahl der Gehörnen, die durchschnittlichaus einer jeden Ehe während ihrer ganzen Dauer hervorgehen. Sie wird in Er-mangelung unmittelbarer Beobachtungen gefunden, wenn man die Zahl der ehe-lichen Geburten während einer gewissen Periode durch die Zahl der Trauungen ineiner ebenso langen Periode dividirt. Diese muss jedoch der erstem um etwa sechsJahre vorangehen, da theils die Zahl der aus einer Ehe hervorgehenden Kinderkeineswegs auf die ganze Dauer der Ehe gleichmässig vertheilt ist, sondern beiWeitem die meisten Kinder in den ersten 10—12 Jahren derselben geboren wer-den, theils die Zahl der Trauungen mit der Zeit, wenigstens unter den heutigenVerhältnissen, abs'olut (freilich nicht überall im Verhältniss zur Bevölkerungszunahme)wächst, also die Mehrzahl der Geburten einer gewissen Periode von den Ehenfrüherer Zeit herrührt, deren Zahl kleiner ist. Freilich wäre es auch hier richtiger,als Divisor das arithmetische Mittel der neu geschlossenen und der aufgelöstenEhen anzuwenden, was uns indess in Ermangelung von Daten über diese letztemnicht möglich ist. Wir theilen auf der folgenden Tafel in der 3. Columne die sogefundenen Werlhe mit und fügen ihnen im Folgendem theils einige Angaben überandere Länder, die wir Wappäus 62 entlehnen, theils einige über die schweizerischenKantone, in früherer Zeit, die wir nach andern Quellen berechnet haben, bei.

Kantone.

Eheliche

Geburten

1860/4

Ehen

1855/9

Auf 1 EhekommenKinder

Zahl der 1860zusammenleb.weibl.Ehgatt.im Alter vonunter 50 Jahr.

Durch-

schnittl.

Zahl

der jährl.ehel.Geb.

1 ehelicheGeburtauf

? Frauen.

Rang

darnach

Obwalden 63

1761

324

5,44

1091

352

3,10

17

Lucern

14244

2722

5,23

9515

2849

3,34

ID

Uri 64

2218

440

5,04

1230

444

2,77

20

Freiburg

14749

2975

4,96

9227

2950

3,13

14

Appenzell 1.—Rh. 2559

520

4,92

1543

512

3,01

18

Aargau

27940

5758

4,85

19240

5588

3,44

8

Nidwalden

1653

351

4,71

947

331

2,86

19

Neuenburg

14920

3197

4,67

9963

29S4

3,84

4

Appenzell A.-Rh. 8308

1810

4,59

6507

1662

3,31

12

Solothurn

10051

2196

4,57

6729

2010

3,12

15

Thurgau

13378

3067

4,36

10261

2676

3,84

5

St. Gallen

29083

6737

4,32

21159

5817

3,64

6

Bern

74556

17534

4,25

46579

14911

3,12

16

Genf

9361

2241

4,18

10128

1872

5,41

1

Zug

2679

642

4,17

1787

536

3,33

11

Baselland

8802

2156

4,08

5661

1760

3,22

13

Zürich

40183

9941

4,04

33163

8037

' 4,13

2

62 II 315. — 63 Unsere sonstigen Angaben über diesen Kanton kennen nur die Ge-sammtzahl der Gebornen, ohne Unterscheidung der Ehelichen und Unehelichen, welche fürdiesen Zeitraum 1854 betrug, von denen wir aber 93 — 5 % als unehelich abzogen,weil sich dieses Procentverhältniss aus den zuverlässigen Angaben bei Weber: Das Rechtder unehel. Geburt in der Schweiz, für fast denselben Zeitraum ergibt. — 64 Alle Geborne,