hafens von wesentlichem Einfluss auf das durch die Be-obachtung sich ergebende mittlere Niveau n des Meeresin dem betreffenden Seehafen.
Durch die Verengung der von der Fluthwelle ein-zuschlagenden Bahn wird nämlich nicht nur der Wellen-berg — d. h. die Erhebung der Fluth über das Gleich-gewichts-Niveau für das fluthenlos gedachte Meer —höher als er ohne diese Verengung geworden wäre, son-dern es wird auch das Abfliessen der durch die Fluthherbeigeführten Gewässer dadurch erschwert und somitdie Tiefe des Fluthwellenthals vermindert, d. h. dasNiveau der Ebbe wird höher, als es ohne die Verengungdes Wasserweges — bei gleicher Fluthhöhe h — ge-worden wäre.
Das arithmetische Mittel aus den Niveau’s von Ebbeund Fluth —■ d. h. die Grösse n — muss demnach, cae-teris paribus, um so grösser sein, je mehr der betref-fende Hafen sich im Hintergründe einer engen undtiefen Bucht, oder eines im Meere mündenden,durch die Fluth sich stauenden Flusses befindet. —In unserer Tabelle für die Gruppe I. haben wir dieseBeschaffenheit der Lage mit b bezeichnet, mit bb, wenndieselbe in ausgezeichnetem Grade vorhanden ist.
Ebenso wird die Erhebung des Fluthwellenbergesund zugleich ~ wenn auch in geringerem Grade — dieVerminderung der Tiefe des Fluthwellenthals befördert,also der Werth von n erhöht: im Innern einer weitgeöffneten Bai [B], welche, mit ihren Armen einegewaltige Wasserfläche umfassend, alle Theile der ein-tretenden Fluthwelle in ihrem Hintergründe zu vereinigenstrebt, zugleich aber an ihren Ufern den ungeschwäch-ten Anprall der Fluthwelle empfängt, deren Ge-schwindigkeit durch keine starke Verengung gehemmtwird.