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statt Holz und Getreide andere Artikel ausgeführt werdensollen, nnd wenn nicht, inwiefern selbst in dem Fall,daß das Forst- und Landwirthschaftliche Gewerbe sich nochso sehr heben sollte, die Wasserstraße znr Vermittelung desgrößeren Verkehrs nicht mehr die geeignetere und ausrei-chend sein sollte? Ferner, ob bei vorkommenden Stockungendas Holz und Getreide von Bromberg auf der Eisenbahnnach Berlin verfahren werden soll und warum solches bis-her niemals auf der Chaussee stattgefunden hat?
2) Die Kaufleute in den Städten an der Netze hatten, (aus-schließlich der jüdischen, die wie gewöhnlich zur Messe reisen) ihresGeschäfts wegen Reisen zu machen bisher nicht nöthig; unser Hr.Gegner mag gefälligst die Gründe angeben, aus welchen er glaubt,daß dieselben künftig Geschäftsreisen und zwar solche eilige zu ma-chen haben werden, daß sie nicht ein Paar Meilen landeinwärtsbis zur Eisenbahn reisen können, sondern daß deshalb die Eisen-bahn durch ihren Wohnort gehen müße?
3) Zwischen Magdeburg und den mittleren Provinzen einer-seits und Königsberg sowie den ostpreußischen Handelsstädten an-drerseits hat bisher auf der Netze so gut wie gar kein Verkehrstattgefunden; sollte unser Hr. Gegner dieses nicht einräumen, sobitten wir um genaue statistische Angaben.
4) Zwischen Magdeburg und Warschau findet zwar einiger, je-doch sehr unbedeutender Transit auf der Netze statt; die Netze istdazu für jetzt und muthmaßlich für alle Zukunft ausreichend;sollte unser Hr. Gegner dieses nicht einräumen, so bitten wir ihnum genaue Angabe der Gründe, aus welchen er, zumal bei denbekannten Zoll- und Grenzverhältnissen Rußlands glaubt, daß die-ser Handel sich so heben werde, daß dazu die Netze nicht mehr aus-reichend sei, vielmehr eine Eisenbahn deshalb nöthig wäre, undweshalb aus Fürsorge für diesen Verkehr, diese für andere Gegen-den des Landes so nöthige Eisenbahn nach der russischen Grenzedirigirt werden solle?
Die natürliche Handelsstadt zur Vermittelung des Verkehrs zwi-schen Warschau und Preußen ist Danzig und wir können es nichtoft genug wiederholen, daß es im Interesse des Staates nicht liegt,den Handel aus einer Handelsstadt in eine andere zu leiten unddeshalb bedeutende Kosten zu verwenden.
5) Wenn die östliche Eisenbahn über Conitz geht, so bleibt