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Methode des Getreidedreschens auf der Insel Euböa (Griechenland).
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C. Südeuropa.
i. Das Königreich Italien.
Lage und Grösse. Das seit dem Jahre 1870 geeinigte, mitwenigen Ausnahmen fast alle Landgebiete mit italienischerBevölkerung umfassende Königreich Italien besteht der Haupt-sache nach aus der italischen Halbinsel und der nord-wärts derselben sich erstreckenden Po ebene, nebst Gebietender West-, Mittel- und Ostalpen. Italien ist ein nationaler Ein-heitsstaat, der politisch innerhalb seiner Grenzen ein winzigesselbständiges Gemeinwesen — die Republik San Marino —aufweist. Die geographisch zu Italien gehörige Insel Corsicaist französischer, die kleine Maltagruppe englischer Besitz. —Das Königreich Italien hat nach seinem gegenwärtigen Be-stände einen Flächeninhalt von 288.540 Quadratkilometern. Dieitalische Halbinsel ist die mittlere der drei peninsularen Land-bildungen West- und Südeuropas, sie ist die schmälste undkleinste derselben, wurde aber in der Geschichte in Folgeihrer centralen Lage im Mittelmeerbecken der Mittelpunkt einesWeltreiches, das — unbeschadet seines auch im relativen Sinnebedeutenden Umfanges — zur Zeit seiner höchsten Blüthe fastdie ganze damals bekannte Welt umfasste.
Bodengestalt siehe S. 60.
Küstenumrisse siehe S. 48 und 49.
Flüsse. Die fliessenden Gewässer des Königreiches ge-hören zwei Wassergebieten an: dem adriatischen und demtyrrhenischen.
a) In das Adriatische Meer münden: der Po (570 Kilo-meter Lauflänge), welcher am Monte Viso in den CottischenAlpen entspringt und bei Turin (von wo ab er schiffbar ist)die DoraRiparia aufnimmt.
Die bedeutendsten Neben-flüsse empfängt der Po vonlinks: die Dora Baltea(welche am Montblanc ent-springt), denTicino (Tessin),welcher am St. Gotthard ent-springt, den Lago Maggioredurchfliesst und unterhalbPavia in den Po mündet; dieAdda, welche den Corner-see, und der Oglio, welcherden Iseosee durchströmt; derMincio, welcher bei Pes-chiera aus dem Gardaseetritt und einen wichtigenVertheidigungsabschnitt be-grenzt. Die Nebenflüsse aufder rechten Seite sind be-langlos: Tanaro, Trebbia,
Taro, Panaro u. a. Als selbst-ständige Flüsse des Adria-
gebietes sind zu nennen: die Etsch, die Brenta, die Piaveund der Tagliamento, sämmtlich in den Alpen entspringend.Ferner die kleinen, im Apennin entspringenden Küstenflüsse,welche zwischen der Pomündung und der Südostspitze vonItalien dem Meere Zuströmen. Sie sind sämmtlich unbedeutend,doch sind einige derselben geschichtlich denkwürdig (Rubicon,Metaurus, Ofanto).
b) In das Tyrrhenische Meer münden: der Arno, anwelchem Florenz und Pisa liegen; der Tiber, der grössteFluss der eigentlichen Halbinsel, am Monte Verina entspringend,mit den Nebenflüssen (links) Nera, Velino und (rechts) Chiana;der Volturno. Die Flüsse der Insel Sicilien sind unansehnlich.
Seen. Italien ist reich an schönen Seen, doch liegen dievorzüglichsten derselben ausserhalb der eigentlichen Halbinselund theilen sich territorial auch andere Staaten in deren Besitz.Wegen ihres milden Klimas und ihrer landschaftlichen Schön-heiten berühmt sind die oberitalienischen Seen: der See vonLugano, der Lago Maggiore, der Comosee, welch letztererganz zum Königreiche gehört, während von den beiden erst-genannten die nördlichen Theile in die Schweiz hineinreichen;ferner der Iseosee, der kleine Lago dTdro und der grosseGardasee, dessen nördliches Ende zu Oesterreich gehört.Mittelitalien hat nur ganz kleine Seen, welche aber theils ge-schichtlich, theils landschaftlich interessant sind: der LagoTrasimeno, Lago di Bolsena, Lago di Bracciano undder winzige Nemisee im Albanergebirge. Süditalien und dieInsel Sicilien haben keine Seen.
Canäle. Italien besitzteine grosse Zahl von hervor-ragenden hydrotechnischenBauten, von künstlichenWasserstrassen, deren be-deutendste in Norditaliensich befinden.Dieselben sind:der Naviglio grande, derCanal von Pavia, der Navi-glio Cavanella di Po, derCanal von Battaglia und derNaviglio di Brenta Morta eMagra. — In Mittelitalien:der Canal von Pisa, derCanal von Cento, der CanalTassoni u. a. Ausserdem giebtes in den Ebenen ein dicht-maschigesNetz von Bewässe-rungscanälen.
Sümpfe und Lagunen. Diegrössten Sumpfniederungenbefinden sich in Ober- und
Lugano am Luganersee.
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