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Asien. Allgemeine Uebersicht. — Die Völker Asiens.
Man zählt 79 Gattungen Beutelthiere;dagegen sind 136 Gattungen (mit 300Arten) Landvögel bekannt: Kasuare,
Paradiesvögel, Honigsauger, Kakadus,
Grassittiche, Pinselzungen.
IV. Das äthiopische Reich. Hierzugehört die Halbinsel Arabien südlichvom Wendekreis des Krebses. Von denThieren ist vor Allem das arabische Pferdzu nennen, das edelste Thier der Welt.
Ihm zunächst stehen an NützlichkeitDromedar und Esel. Rinder, Schafe undZiegen bilden die Heerden der Noma-den. Von den wilden Thieren sind zunennen: Affen (Paviane), Löwen, Hyä-nen, Schakale, Gazellen, Raub- undHühnervögel. Heuschrecken werdenmitunter zur Landplage; selten sindSchlangen und Scorpione.
Die Meeresfauna Asiens, an welcher der In-dische und Grosse Ocean, sowie das nördliche Eis-meer (vom Mittelmeer ganz abgesehen) Antheil haben,ist in mancher Beziehung charakteristisch. Das RotheMeer ist ausgezeichnet durch seine Korallen-bildungen, der Persische Golf und das Meerbei Ceylon beherbergen die Perlmuschel. DerIndische Ocean ist im Allgemeinen das Reich derKinkhörner und Wasserschlangen. Der Duj on g(Seekuh) tritt auf den Malediven, der Schütze imBengalischen Golf auf. Dem ostindischen Archipelsind die Seeschildkröten, dem Japanischen Meeredie Riesenkruster eigenthümlich. Der nördliche Pacifische Ocean ist das Reichder Panzerwangen. Für das nördliche Eismeer sind Seeotter und Bärenrobbecharakteristisch.
Die äquatoriale Region der Meeresabschnitte Asiens ist, aut Grund derwarmen Strömungen, ausgezeichnet durch die Vielzahl der Arten. Zu beiden Seitendes Aequators erstreckt sich das Reich der riffbauenden Korallen, derenwir bereits gedacht haben (siehe S. 13). Besonders auffallend ist der Reichthum anHolothurien (Trepang). Man fischt sie im Japanischen Meere und selbst im Ochots-kischen Meere ebenso häufig als in der äquatorialen Region des SüdchinesischenMeeres. Seeschlangen treten besonders an den Inseln häufig auf. In den Brackwasser-gebieten tummeln sich grosse, auf dem Lande lebende Krabben. Das bewegtesteLeben herrscht im Wurzeldickicht der Mangrowewaldungen, wenn die Ebbe eintritt.An den Küsten von China wird der Fischfang mit Vorliebe mit abgerichtetenKormoranen (Seeraben) betrieben. In den nördlichen Provinzen steht sogar dieFischotter im Dienste der Fischer. — In dem Meeresabschnitte zwischen Koreaund den Japanischen Inseln ist der Fang von Häringen und Sardellen vongrossem Belang. Den Haupterwerbszweig der japanischen Fischerbevölkerung bildetaber die Gewinnung des Seetangs. Im Ochotskischen Meere werden auch Walegejagt. Auf der Insel Sachalin ist es hauptsächlich der Robbenschlag, welcherdie einheimische Bevölkerung ernährt. Zu den Reichthümern des Amurküstenlandes
zählt noch das Seegras, das an der Küste in solchenMengen vorkommt, dass jährlich circa I 1 /* MillionenCentner davon nach Europa ausgeführt werden.
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Mongolen
5. Dravidas
6. Mittelländer
Japanische Medusenverkäufer,
Die Völker Asiens.
Nach der von dem EthnographenFr. Müller aufgestellten Eintheilung derBewohner unseres Planeten in Rassen,Völker, Familien u. s. w. entfallenauf den Erdtheil Asien nachfolgendeRassen:
1. Papuas (wollhaarige Rasse, Abthei-lung der büschelhaarigen Rassen).
2. Arktiker J schlichthaarige Rassen,Malayen J* Abtheilung der straff-haarigen Rassen,schlichthaarige Ras-sen, Abtheilung derlockenhaar. Rassen.
1. Papuas. Sie bilden nach Ansichtdes vorgenannten Gelehrten wahrschein-lich die Urbevölkerung des indischenArchipelagus und mussten den späterenAnsiedlern (Malayen) weichen. Die heu-tigen Papuas einzelner Eilande des ge-nannten Archipels repräsentiren wohlkaum eine reinblütige Rasse. Zu dieserletzteren in engster Verwandtschaft stehen aber die sogenanntenNegritos. Nach Semper bewohnen Letztere Theile der InselnMindanao, Panay und das nördliche Luzon. Dagegen ist es un-entschieden, ob die von den Malayen unterschiedenen Stämmeim Inneren von Borneo, Celebes und Gilolo reine Negritosoder Mischlinge sind. Reine Negritos werden noch angetroffen:auf der Halbinsel Malakka und auf den Andamanen.
Zu den ausgesprochenen Mischstämmen (Malayen undPapuas) zählen die Alfuren der nördlichen Halbinsel vonGilolo, dann die Eingeborenen von Timor, Flores und andererkleineren Inseln.
2. Arktiker (Hyperboreer). Zu dieser Rasse zählen dieVölker des nordöstlichen Asien. Man unterscheidet:
a) Jukagiren, an den Flüssen Lena, Indigirka, Kolyma und am oberen Anadyr.Sie waren einst viel zahlreicher und sind von den westlichen Stämmen andererRasse verdrängt worden. Eine besondere Abtheilung der Jukagiren bilden dienomadisirenden Tschuwanzen am oberen Anadyr.
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Fischfang mit Kormoranen (Seeraben) in China,
b) Tschuktschen, im äusser-sten Osten, die gleichna-mige Halbinsel bewoh-nend, und nördlich desAnadyr.
c) Korjaken, südlich desAnadyr und im nördlichenKamtschatka siedelnd.Siesind theils sesshaft, theilsNomaden.
d) Kamtschadalen, die Halb-insel Kamtschatka be-wohnend, und zwar derensüdlichen Theil.
e) Ainu oder Kurilier. Siebewohnen hauptsächlichdie Insel Jesso des japani-schen Archipels, als Restder wahrscheinlichen Ur-bevölkerung der ganzenInselgruppe. Ausserdemsiedeln sie auf den Kurilenund mehreren anderenkleinen Inseln.
f) Jenissei ■ Ostjaken, amOberlaufe des Jenissei.Hierzu gehören noch dieArinzen (in den sajani-schen Steppen), die A s s a-nen und Kotten.
3. Malayen. Ihr
Verbreitungs - Gebietreicht weit über dieGrenzen Asiens hin-aus, nämlich fast überden ganzen Bereichder Südsee. In Asiensiedeln Malayen aufden Inseln des ost-indischen Archipels
iMm
Tschuktschen.