Asien. Allgemeine Uebersicht. — Die Völker Asiens.
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Ladaki.
Volkstypen aus
und auf der Halbinsel Ma-lakka. Diese malayischenStämme gehören zur soge-nannten „westlichen Ab-theilung”, zum Unter-schiede von der „östlichenAbtheilung”, unter welcherBezeichnung man die Poly-Melanesier zusammenfasst.
In der vorerwähnten erstenAbtheilung unterscheidetman:
a) Dajaks, die Bewohner Borneos,in drei Hauptstämme zerfallend,welche im Süden, im Osten undim Inneren der Insel siedeln.
b) Battaks, die Bewohner des In-neren von Sumatra.
c) Mankassaren, in Theilen der süd-lichen Halbinseln von Celebes.
d) Alfuren, im nördlichen Celebesund auf den Molukken, sowieauf einigen kleinen Inseln derNachbarschaft.
e) Javanen, im Inneren der Insel
Java. Hierher gehören auch die Bewohner der Inseln Bali und Madura.
f) Sundanesen, im westlichen Java.
g) Tagalen, auf den Philippinen.
h) Malayen (reinen Stammes), hauptsächlich auf Malakka, dann auf fast allenInseln des ostindischen Archipels, sowie auf Ceylon.
Die Igorroten auf Luzon sind^ ^ ' ein tagalisch - chinesisch - japanisches^ ' Mischvolk.
4. Mongolen. Die Völker,welche hierher gehören, wer-den neuestens besser mitdem Namen „hochasiatischeRasse” bezeichnet. Sie sinddas herrschende Element inAsien, da sie den grösserenTheil des Continents als ein-heitliche Rasse einnehmen. Insprachlicher Beziehung unter-scheidet man zwei Gruppen:I. Völker mit mehrsilbigenSprachen und II. Völkermit einsilbigen Sprachen.
xürkin I. Völker mit mehrsilbigen
Sprachen.
A. Uralier.
Hierzu gehören:
a) Die Samojeden, der Rest eines in früherer Zeit sehr verbreiteten Volkes, welchesderzeit nur noch an den Küsten des Eismeeres
(und Weissen Meeres in Europa) siedelt und dessenVerbreitungsgebiet im Süden bis zum sajanischenGebirge reicht. Man unterscheidet vier Stämme:
Juraken, Tawgynen, Ostjakische und J e-nisseiische Samojeden. Die beiden erstgenann-ten Stämme sind hauptsächlich die Nomaden derTundrenregion.
b) Finnen. Sie bewohnen das nordwestliche Asien,und zwar sind es zwei Völker des ugrischenZweiges der Finnen: die Ostjaken, in denGouvernements Tobolsk und Tomsk, und dieWogulen im nördlichen Ural.
B. Altaier.
Brokhpa.
Hochasien.
Stämmen, von Hochasien bis zum Ural-flusse (und darüber hinaus) siedelnd;die Oezbeken, im mittleren Turke-stan; die Turkmenen, im südwest-lichen Turkestan. Zu den kleinerenTurkstämmen gehören die Karakal-paken (im Süden des Aralsees), dieKaratschai,Kumüken und basia-nischen Türken (sämmtlich im Kau-kasus). — Osmanen, das herrschendeElement in Türkisch-Asien.
C. Japaner.
Sie sind die Bewohnerdes japanischen Inselreiches,doch keineswegs dessenursprüngliche Bevölkerung.Wahrscheinlich waren diejetzt noch auf Jesso siedeln-den Ainu ihre Vorgänger.
D. Koreaner.
Die Bewohner der Halb-insel Korea, ein Mischvolk,Japanern als den Chinesen
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Kirgisenknabe.
*)
b)
Hierzu gehören:
Tungusen und Mandschu. Erstere wohnen in Ost-sibirien (östlich des Jenissei), letztere in dem nachihnen benannten Landgebiete (Mandschurei) biszum Ochotskischen Meere („Meer-Tungusen ) hin.Mongolen. Sie zerfallen in drei Familien: a) Ost-mongolen (in der Mongolei), mit den Unterabthei-lungen der Schara- und Kalkamongolen.ß) Westmongolen (Kalmüken), ursprünglich in derDsungarei einheimisch, jetzt auch weit nach Westen(bis nach Europa) verbreitet. Man unterscheidet„Schwarze Kalmüken” (im Altai) und „Weisse Kal-müken” oder Teleuten (im Gouvernement Tomsk).Zu den Mongolen gehören auch die Stämme derAimak und Hazarahim mittleren Afghanistan. —y) Türken. Hierzu gehören: die Jakuten, an derLena, Indigirka und Kolyma, stellenweise zwischenden Tungusen; die sibirischen Tataren (mitden „Barabinzen” in der Barabasteppe); dieschwarzen Kirgisen im chinesischen Turkestan;die Kirgisen (Kazaken), in drei Horden zer-fallend, der volkreichste unter allen türkischen
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E. MEISSNER
Koreaner.
welches im Aeusseren mehr den
gleicht.
II. Völker mit einsilbigen Sprachen
Hierzu gehören:
a) Tibeter, die Bewohner Tibets.
b) Himälayavölker, mit den Tibeterneng verwandt, hauptsächlich die un-tere und mittlere Region des Himä-laya bewohnend. Man unterscheideteine grosse Zahl von Stämmen,welche theils reinblütig, theils mitHindu vermischt sind.
c) Birmanen, im westlichen Theile derhinterindischen Halbinsel. Die ander indo-chinesischen Grenze hausen-den Völker fasst man unter der Be-zeichnung Lohitavölker zusam-men. Sie stehen zu den eigentlichenBirmanen im engsten Verwandt-schaftsverhältniss.
d) Schanvölker (Thai), im mittlerenTheile der hinterindischen Halbinsel,mit den Hauptabtheilungen der Sia-mesen und Laos, Letztere an derindo-chinesischen Grenze.
e) Annamiten, die Bewohner Annams, Cochinchinas und Tongkings.
f' Chinesen, die ansässige, ackerbautreibende Bevölkerung Chinas. Es ist ein Misch-volk, welches sich zahlreiche fremde Elemente assimilirt hat.
Die hinterindische Halbinsel beherbergt eine Anzahl numerisch nicht be-deutender Völker, welche für dort ursprünglich einheimisch angesehen werden.
5. Dravida, Sie sind die Urrasse dervorderindischen Halbinsel, welche biszur Einwanderung der arischen Inder(um 2000 v. Chr.) das ganze Land biszum Himälaya einnahm. Derzeit nehmendie Dravidavölker nur die eigentlichevorderindische Halbinsel — das Hoch-land Dekan — ein. Man unterscheidet:
a) Dravida (im engeren Sinne) mit den Zweigstämmender Tamulen (an der Westküste), Telingas (ander Ostküste), Kanaresen (in Kanara uudMaisur),Malabaren (an der Malabarküste), To das (in den„Blauen Bergen” an der Westküste), Gon das,Khond u. a. m.
b) Mundavölker (auch Kolh- oder Vindhyavölker ge-nannt), im Hochlande südwestlich von Calcutta.
c) Singhalesen, die (mit Hindu vermischte) Urbevölke-rung von Ceylon. Der reinblütige Ueberrest derUrbevölkerung sind die Vedda (im „Veddaratta”)auf der Ostseite der Insel.
6. Mittelländer.
Hierzu gehören:
a) Die Völker des Kaukasus, mit den Hauptfamiliender Lesghier, Khisten und Tscherkessen,der Suanen, Georgier, Mingrelier und Lasen,von denen die ersteren drei Familien wieder inzahlreiche Stämme zerfallen, über deren Einthei-lung im Abschnitte „Das Kaukasusgebiet” dasNähere mitgetheilt ist.
bj Semiten. Man unterscheidet zwei Familien: dienördliche Familie und die südliche Familie.cc) Nördliche Familie: Aramäer oder Syrer;Hebräer; Mandäer, der Ueberrest der altenBabylonier (um Basra und nordwestlich hiervon).ß) Südliche Familie: Araber, die Urbevölke-rung der arabischen Halbinsel, derzeit über
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