A. Westasien,
IT. Die asiatische Türkei.
22 1
unweit vonvon der
nj j ffl E fiE j a g
ITnTvfOir
Wm ml
wmw
Smyrna.
=czesü!Ü
ilpMlili
linSSÄ
■tmmm
E skis chehr,
Doryläum undmutkmasslichen Stätte vonGordium. Meerschaumgru-ben. Das grasige Hochpla-teau von Central-Phrygienist der Tummelplatz grosserHeerden und der Zuchtortder berühmten seidenhaari-gen Angoraziege.
Die wichtigstenStädte im südlichenKleinasien sind:
Adana, inmitten ei-ner fruchtbaren Ebe-ne, am Seichun gele-gen, mit Wein-, Obst-und Bäumwollcultur.
Südwestlich hiervonliegt Tarsus, einst diereichste Stadt Kili-kiens,die gelehrte Ne-benbuhlerin Athensund Alexandriens,deren Akademie nachStrabo die erste derWelt war. Tarsus istder Geburtsort desApostels Paulus. Ge-genwärtig ist dieStadt wichtig alsHan-delsplatz zwischenInner-Kleinasien undder Küste. Vom Mee-re, an welchem der Hafenort Mersina (Dampfschifffahrtstation)liegt, ist sie 32 Kilometer entfernt.
Von den anderen Oertlichkeiten an der Südküste ist nur Adalia, im Hinter-gründe des gleichnamigen Golfes gelegen, weil etwas handelsthätig, zu nennen. — DieKüste von Pamphylien ist voller Ruinen antiker Städte. Im Alpenlande Lykien,der hohen Eckbastion des siidanatolischen Küstenlandes, wurden neuerdings erfolg-reiche archäologische Forschungen an gestellt. (Sammlungen im kunsthistorischenMuseum zu Wien.)
Die Inseln Kleinasiens. Dieselben erstrecken sich längsder Westküste von Kleinasien, mit Ausnahme der beidengrösseren Inseln Rhodus und Kypern, welche der Südküstevorliegen. In administrativer Beziehung gehören alle dieseInseln, mit Ausnahme von Kypern, zum „Vilajet der Inselndes Weissen Meeres”, doch sind auch einige festländischeGebiete, darunter der District an der Dardanellenstrasse, indas fragliche Verwaltungsgebiet einbezogen. — Geographischunterscheidet man eine Anzahl grösserer Inseln, die südlichenSporaden, Rhodus und Kypern.
Zu den grösseren Inseln zählen:
Lemnos (Limni), gebirgig und arm an Vegetation, aberfür Getreide- und Weinbau sehr geeignet. Hauptort ist Limni,mit gutem Hafen und einem Gasteil. — Oestlich von Lemnosliegt das kleine Inselchen Tenedos (Tenedo), mit hohemKegelberge. Es legt sich dicht vor die Küste der Troas, mit dersie die Besika-Bai einschliesst. Nordöstlich von Lemnos liegt
Imbros (Imbro), einst ein Sitz des Kabirendienstes, jetztohne Merkwürdigkeiten.
Samothrake (Samathraki, 190 Quadratkilometer, 15.000Einwohner), überragt von dem 1600 Meter hohen Phengari,mit dem Hauptorte Kastro. Die Insel war einst Hauptsitz desKabirendienstes. Bedeutende Reste von antiken Bauwerkenwurden 1873 blossgelegt.
Lesbos — jetzt Mytilini — nahe an der kleinasiatischenKüste; es hat grosse, mit Fichtenwäldern bedeckte Berge, aberauch fruchtbare Ebenen und Thäler, welche Wein und beson-ders gute Feigen erzeugen. Im Alterthum spielte die Inselsowohl in politischen Angelegenheiten als im CulturlebenGriechenlands eine grosse Rolle. Hier lebten Alkäos undSappho, Arion und die Philosophen Pittakos, Theophrastosund Phainas. Die alte Hauptstadt hiess Mytilene, an Stelledes heutigen Hauptortes Kastron, an der Ostküste.
Psara, ohne Merkwürdigkeiten, aber nennenswerth wegendes furchtbaren Schicksals, das seine Bewohner während desgriechischen Freiheitskampfes traf. Am 4. Juli 1824 wurde dieInsel von den Türken angegriffen und in ein Leichenfeld ver-wandelt.
Chios (Scio), eine der Inseln, welche darauf Anspruchmachten, der Geburtsort Homefs zu sein, liegt hart an derkleinasiatischen Küste (bei Smyrna). Sie ist sehr gebirgig, theil-weise bewaldet, aber zugleich reich an Stellen mit gutem Boden.Die Nordküste ist das Gebiet der Citronencultur, die Süd-küste jenes der Mastixcultur. Andere Producte der Inselsind: Wein, Honig, Wachs, Oel, Baumwolle, Seide, Käse.Hauptort ist Kastron (10.000 Einwohner), an der Ost-küste, mit lebhaftem Handel. Während des griechischenFreiheitskrieges (Ende 1822) fiel die Insel der Rache derTürken anheim, welche unter der griechischen Bevölkerungein furchtbares Blutbad anrichteten; 25.000 Menschenwurden niedergeschlachtet, 45.000 in die Sklaverei ge-schleppt.
Der Archipel der südlichen Sporaden. Er erstreckt sich längs der Küstevon Karien und besteht aus zumeist kleinen und unbedeutenden Inseln.Gleichwohl haben einige derselben im Alterthum wiederholt eine Rolle ge-spielt. Die wichtigsten dieser Eilande sind der Reihe nach von Norden nachSüden (Samos ausgenommen):
Nikaria (Ikaria), bekannt durch die Sage von Ikaros, der mit seinenwächsenen Flügeln der Sonne zu nahe kam und bei diesem Eilande insMeer stürzte. Die heutigen Bewohner — ihrer Rohheit wegen in schlechtemRufe stehend — ernähren sich vom Holz- und Holzkohlenverkauf.
Patmo, ein kleines dürres Eiland, dessen Bewohner durchwegs Hirtensind. Patmos soll jene Insel sein, auf welcher der hierher verbannte EvangelistJohannes die Apokalypse schrieb.
Lero, ein felsiges kleines Eiland mit mehreren guten Häfen. *Kalimno, kahles Eiland, mit einigem Anbau in den Thälern. Haupt-ausfuhrartikel sind Badeschwämme.
Brussa.
v;£ 3 St-|
T£i*4£:
SÜ
‘f.yjftjjaji
K
56