A. Australien.
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Einwohner) und Ballarat (41.000 Einwohner), als Bergstädte (Gold) bemer-kenswerth. Bei letzterer Stadt wurden 1851 die ersten australischen Goldlagerentdeckt. — Portland (10.000 Einwohner), an der gleichnamigen Bucht, mitWollausfuhr.
3. Colonie Queensland.
Flächeninhalt: 1,730.630 Quadratkilometer; Bewohnerzahl (1886):322.853. Die Colonie nimmt den Nordosten des Continents ein, einschliesslichder Halbinsel York, und hat bei einer bedeutenden räumlichen Ausdehnung einedünngesäete Bevölkerung. Hauptproducte sind: Gold, Kupfer, Zinn, Rohr-zucker und Wolle. Die Viehzucht ist in raschem Aufschwung begriffen.
Brisbane (33.000 Einwohner, mit Vorstädten 74.000),am gleichnamigen Küstenflusse (ganz im Südosten derColonie) und in einer mit tropisch üppiger Vegetationbedachten Gegend gelegen, mit wichtigem Ausfuhrhafen.
Andere bemerkenswerthe Städte sind: Ipswich, an einem Zuflusse desBrisbane, sehr handelsthätig. — Stockhampton, Ausfuhrplatz für Wolle.— Somerset (früher Port Albany), am Nordende der York-Halbinsel,Kohlenstation für die Dampfschiffe. — Burketown, neue Ansiedlung unweitdes Carpentaria-Golfes, zu Ehren des Reisenden Burke 1865 angelegt.
4. Colonie Südaustralien.
Der Circularquai in Sydney.
Obwohl im engeren Sinne unter dieser Bezeichnung das centrale Gebiet derSüdküste des Continents gemeint ist, erstreckt sich diese Colonie im weiteren Sinnevon Süd nach Nord quer durch ganz Australien. Die richtige Benennung wäredemnach „Süd- und Nordaustralien”, als welche sie auch mitunter (nicht officiell) auf-geführt wird. Den Theil von Inneraustralien nördlich des Wendekreises nennt manauch „Alexandraland”. — Flächeninhalt: 2,339.775 Quadratkilometer; Bewohner-zahl (1885): 317.685 (ohne Eingeborene). Das eigentliche Südaustralien ist die Korn-kammer des Continents. Ausserdem ist die Schafzucht von grosser Bedeutung,desgleichen der Abbau der Kupferlager. Das Klima zeichnet sich durch grosseTrockenheit aus. Neuerdings hat sich auch die Cultur der Weinrebe entwickelt.
Adelaide (128.000 Einwohner), am Torrens, östlich desVincentgolfes gelegen, 10 Kilometer von Port Adelaideentfernt, eine Stadt, die sich in den letzten zwei Jahrzehntenbeispiellos rasch entwickelt hat. Sie ist sehr handelsthätig undPort Adelaide von grosser Bedeutung.
5. Colonie Westaustralien.
Flächeninhalt: 2,527.530 Quadratkilometer; Bewohnerzahl (1885): 35.186(und circa 50.000 Eingeborene). Westaustralien ist die grösste Colonie des Continents,doch ist fast alles Land wüst, der Cultur unzugänglich. Es bestehen nur etliche An-siedlungen an der Südwestküste. Im Inneren finden sich stellenweise grosse, vorläufignoch wenig ausgenützte Weidegründe.
Perth ( 10.000 Einwohner), am Schwanenflusse (der nur inder Regenzeit Wasser führt, sonst aber ein Creek ist) gelegen,Hauptort der Colonie, ohne Merkwürdigkeiten. — Freemantle,gleichfalls am Schwanenflusse gelegen, Hafen für Perth, mitdem es durch eine Eisenbahn verbunden ist.
6. Colonie Tasmanien.
Eine Eisenbahn verbindet Adelaide mit Port Augusta, an der Nordspitzedes Spencergolfes, von wo die australische Ueberland -Telegraphenlinie quer durchdie ganze Breite des australischen Continents bis Palmerston (in der Darwin-Buchtam Indischen Ocean) zieht. Die Linie, 3157 Kilometer lang, wurde nach Ueber-windung unsäglicher Schwierigkeiten 1872 vollendet. An diese Leitung schliesst beiPalmerston das Küstenkabel, welches über Banjouwangi und Batavia nach Singaporegeht und sich hier an die grosse Linie anschliesst, welche über Penang, Madras,Bombay, Aden, Suez, Alexandria, Malta, Gibraltar, am Cap Landsend die englischeKüste erreicht. Eine Depesche von London bis Adelaide benöthigt 3 bis 6 Stunden.Die Herstellungskosten der Linie beliefen sich auf rund 4 Millionen Gulden. IhrUrheber und Erbauer war der englische Physiker Charles Tood.
Die anderen Oertlichkeiten in Südaustralien sind nicht von Bedeutung. — ZurColonie gehört auch noch die vor dem Spencergolfe liegende Känguru-Insel. —Im Alex an draland finden sich Ansiedlungen nur bei den Telegraphenstationen.—Nordaustralien ist zwar fruchtbar und gut bewässert, aber die isolirte Lage desGebietes hindert die Colonisirung.
Hobart, die Hauptstadt von Tasmanien.
Die Insel Tasmanien, welche seit 1853 (bis 1854 „Vandiemensland” ge-nannt) eine selbständige Colonie bildet, ist. ein mit hohen, scharfgratigen Gebirgenerfülltes Land, eine Hochebene, aus welcher einzelne Gipfel bis 1700 Meter ansteigen.Die Insel bildet ungefähr ein gleichseitiges Dreieck mit schönen und sicheren Steil-küsten. Zahlreiche Seen bilden die Speisebehälter, in welchen die vielen Flüsse derInsel entspringen. — Das Klima ist gesund, die Vegetation (welche sich erheblichvon der Pflanzenwelt Australiens unterscheidet) ist üppig. Hauptausfuhrartikelist Wolle; auch Holz wird ausser Landes gebracht. Getreidebau und Cultur vonSüdfrüchten. Flächeninhalt: 68.309 Quadratkilometer; Bewohnerzahl: 133.791,durchwegs Colonisten; von den Ureinwohnern, welche von den Engländern zu Zeitengrausam verfolgt wurden, ist auch der letzte verschwunden (s. Bild S. 41).
Hobart (30.000 Einwohner) — bis 1881 Hobarttown — ganznahe der Südküste, mit schönem Hafen, von dem aus eine Zeit-lang ergiebige Walfischfahrten unternommen wurden. Jetzt ist
das Ergebniss gering.Handel und gewerblicheThätigkeit sind bedeu-tend. — Die Umgebungder Stadt ist äusserstmalerisch, wie dennauch die Insel überhauptlandschaftlich herrlicheGegenden aufweist.
Von den übrigenOertlichkeiten wärendie beiden aufblühen-den Städtchen Laun-cestown und George-town, beide amTamar-flusse gelegen, zu nen-nen. — Zu Tasmaniengehören mehrere unbe-deutende kleinere E i-lande, auf welchenzwangsweise übergesie-delte Tasmanier u. Rob-benschläger hausen.
7. Colonie Neusee-land.
Neuseeland besteht auszwei durch die Cookstrassevon einander getrennten Inseln,von verschiedener geometrischerGestalt und Grösse und nichtzuletzt von wesentlich verschie-
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