A. Nordamerika. — III. Die Republik Mexico.
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(25.OOO Einwohner), in 1844 Meter Seehöhe, mit grosser Augustinerkirche, inder ein berühmter Schatz der heiligen Jungfrau auf bewahrt wird. — El Jarral(24.OOO Einwohner) und Irapuato (30.000 Einwohner), ansehnliche Städte.
Im Staate Michoacan:
Morelia (24.000 Einwohner), in 2194 Meter Seehöhe,von schönen Gärten umgeben und trotz der sumpfigenUmgebung mit einem herrlichen Klima bedacht.* NeueWasserleitung und schöne Kathedrale.
Im Staate Jalisco:
Guadalaxara (oder Guadalajara, 80.000 Einwohner), nachMexico die volkreichste Stadt des Landes, sehr schönangelegt, mit vielen Springbrunnen, Palästen und Kirchen,worunter die doppelthürmige Kathedrale, deren schönsterSchmuck die Gemälde alter spanischer Meister sind. Gua-dalaxara ist sehr gewerbthätig. Man erzeugt Gold- undSilberwaaren, Lederarbeiten, Baumwollen- und Wollen-Stoffe. Es befindet sich hier eine Münze.
Lagos de Moreno (45.000 Einwohner), volkreiche Stadt mit grosser
Jahresmesse. _ Cholula (13.000 Einwohner), Wallfahrtsort. — Chapala
(9000 Einwohner), am Ufer des gleichnamigen Sees. — Tepic (16.000 Ein-wohner), Sommerort der reichen Bewohner von San Blas, einer kleinenKüstenstadt in ungesunder Lage.
Der Krater des Popocatepetl.
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Im Staate Zacatecas:
Zacatecas (30.000 Einwohner), Hauptort eines ergiebigenSilberbergwerksdistrictes, in 2700 Meter Seehöhe. Grosses Fran-ciscanerkloster.
In den kleineren Staaten liegen: Aguas Calientes (22.000 Einwohner),Hauptort des gleichnamigen Staates, eine der schönsten und gewerbfleissigsten StädteMexicos, mit herrlichem Klima und fruchtbarer Umgebung. Die Stadt ist der Mittel-punkt des mexicanischen Binnenhandels. Grosse Tuchmanufactur, Weihnachtsmarkt. Inder Nähe Thermalquellen. — Ures (8000 Einwohner), Hauptort des Staates Sonora,eine herrlich gelegene Gartenstadt. — Culiacan (21.000 Einwohner), Hauptort desStaates Sinaloa, bereits 1532 gegründet, mit einer Münze. — Mazatlan (17.000 Ein-wohner), im Staate Sinaloa, drittgrösster Seehafen des Landes und Dampferstation.Bedeutender Export von Gold- und Silberbarren nach Nordamerika. — Chihuahua(12.000 Einwohner), Hauptort des gleichnamigen Staates, im Norden des Landes, un-fern des Rio de los Conchos, eines Nebenflusses des Rio Grande del Norte, mitprachtvoller Hauptkirche und grossem Regierungspalaste. Militärakademie. In derUmgebung ergiebige Silberbergwerke.
Im Staate Durango:
Durango (20.000 Einwohner) — auch Ciudad de Victoriagenannt — inmitten reicher Silberminen. Münze.
In einer mexicanischen Provinzstadt.
Im Staate San Luis Potosi:
San Luis Potosi (35.000 Einwohner ohne die ziemlich volk-reichen Vorstädte), eine durch ihre schönen Kirchen und Klösterausgezeichnete Stadt. Schöne Wasserleitung. Es befindet sichhier eine Münze. In der Umgebung ergiebige Silberminen. DerHandel ist bedeutend.
Im Staate Vera-Cruz:
Vera-Cruz (24.000 Einwohner), Hauptort des gleichnamig*enStaates, am Golfe von Mexico, in dürrer Ebene gelegen, vonFlugsandhügeln und Salzsümpfen umgeben, im Sommer excessivheiss, daher mit einem ungesunden Klima bedacht. Das gelbeFieber ist die grösste Plage. Zahlreiche Aasgeier besorgen dieSäuberung der Strassen von gefallenen Thieren und Küchen-abfällen. Der Hafen, welcher befestigt ist, bietet wenig Schutz.In ihm liegt auf einer Insel die Citadelle San Juan de Ulua.Prachtvoller Leuchtthurm. Das vornehmste Gebäude ist dieKathedrale. Als Seestapelplatz ist Vera-Cruz von grössterWichtigkeit. Es ist das Einbruchsthor für den ganzen atlantischen HandelMexicos, da die beiden anderen, regelmässig von Dampfern angelaufenenSeeplätze am Golfe von Mexico — Pampico und Matamoros — erst inzweiter Reihe in Betracht kommen.
Papantla (14.000 Einwohner), volkreiches Indianerdorf, mit einer merkwürdigen alten Pyramidemitten im Walde. — Jalapa (15.000 Einwohner), Sommerort der reichen Bewohner von Vera-Cruz,mit reizender Umgebung. — Orizaba (16.000 Einwohner), im Angesichte des nach ihm benanntenmächtigen Vulcankegels, erwähnenswerth wegen seiner ausgedehnten Tabakpflanzungen.
Im Staate Oaxaca:
Oaxaca (28.000 Einwohner), am Rio Verde, von Gärten und Nopal-pflanzungen (zur Zucht der Cochenille) umgeben, mit ausgezeichnetem Klima.Die Stadt ist befestigt und hat eine schöne Kathedrale.
Teposcolula (31.000 Einwohner), mit lebhafter Cochenillezucht. — Tehuantepec (26.000Einwohner), am gleichnamigen Isthmus, unfern des Grossen Oceans. Salzgewinnung. — Miahuatlan,mit berühmten Denkmälern aus vorspanischer Zeit. Es sind vorwiegend Gräber, die in ihrer Anlageeine auffallende Aehnlichkeit mit denen des Nilthaies bekunden.
Im Staate Chiapas:
San Christobal (14.000 Einwohner), Universität. Die Bevölkerung giltfür die gesittetste im ganzen Lande.
Chiapa (13.000 Einwohner), ansehnliches Städtchen. — Palenque (io.oqp Einwohner), er-wähnenswerth wegen der in ihrer Nähe befindlichen grossartigen Ruinen Culhuacan, wohl der merk-würdigsten auf mexicanischem Boden. Sie wurden 1787 entdeckt, inmitten dichter Waldungen undseitdem von vielen Archäologen besucht und beschrieben. Die Ruinen bestehen aus stattlichenResten von Tempeln, Befestigungen, Grabmälern, Pyramiden, Brücken, Wasserleitungen und Häusern.Ausserdem hat man Münzen, Vasen, Instrumente und kolossale Götzenbilder gefunden. BesonderesInteresse kommt den vielen hieroglyphenartigen Inschriften zu.
Im Staate Tabasco:
San Juan Bautista (8000 Einwohner), ohne Merkwürdigkeiten. — FernerColima (26.000 Einwohner), Hauptort des gleichnamigen Staates, merkwürdigwegen seines Vulcans. Sehr fruchtbare Umgebung. — Campeche (16.000 Ein-wohner), Hauptort des gleichnamigen Staates, gut befestigte Hafenstadt. —Merida (40.000 Einwohner), Hauptort des Staates Yucatan, mit grossartigerKathedrale und vielen anderen Kirchen. Universität. Die Stadt treibt leb-haften Handel, hat aber ein höchst ungesundes Klima.
Hauptort des Territoriums Nieder-Californien ist La Paz (4000 Einwohner), im Süden derHalbinsel Californien, am gleichnamigen Golfe gelegen, eine Gründung der Jesuiten. In der Nachbar-schaft wird Perlenfischerei getrieben.
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