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Die Erde in Karten und Bildern : Handatlas in 63 Karten nebst 125 Bogen Text mit 1000 Illustrationen / unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von der Verlagshandlung ; Karten-Gravure und -Druck von G. Freytag & Berndt
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Weltverkehr. C. Die Seeschifffahrt.

Die Handelsflotten der Erde im Jahre 1887

(ohne die Fischerflottillen und Flussdampfschiffe).

Zahl der

Tonnen-

Dampf-

schiffe

allein

Tonnen-

Land

Seeschiffe

gehalt

gehalt

Aegypten (1886).

585

59-874

31

23.700

Argentina (1886).

460

21.000

27

7.800

Belgien.

67

86.837

55

86.837

Brasilien (1886).

190

61.300

82

32.300

Chile (1886).

China (Schiffe nach europäischer

173

77-285

37

18.525

Bauart, 1887).

54

30.654

38

25.692

(Dschonken).

ca. 8.000

616.000

Columbia (1886).

ca. 100

16.000

Congostaat (1886).

4 Post-dampfer

g Dampfer aufdem Congo

Dänemark.

3494

281.400

282

87.822

Deutsches Reich.

4.021

1,284.703

694

453.914

(Bremen).

360

334.007

117

II5.822

(Hamburg).

486

342.019

201

205.591

(Lübeck).

33

9-959

27

8.563

(Mecklenburg-Schwerin) ....

307

IOI.713

18

7.284

(Oldenburg).. .

3 i 7

84.528

8

4487

(Preussen).

2.518

412.417

323

II2.067

Frankreich.

I 5 . 35 I

993.291

95 i

5OO.484

(Französisches Amerika, 1886) .

141

10.300

1

700

(Tunis, 1886).

5

1.600

2

1.300

(Algerien, 1886).

177

5 - io o

21

1.200

Griechenland.

3.238

272.679

74

33-318

Grossbritannien.

22.815

7,361.818

6.653

3,965.302

(Malta).

203

19.488

30

4-329

(In den Colonien)..

14737

1,884.233

2.411

352.851

(Ostindien mit Ceylon) ....

366

64.125

60

13789

(Straitsettlements).

462

46.299

86

?

(Hongkong).

62

27.618

37

19.466

(In Shanghai).

59

16.362

20

?

(Britisch-Nordamerika) ....

7.009

1477.059

1.150

145.960

(Neufundland).

2.043

90.826

25

?

(Bermudas-Inseln).

24

3.644

p

?

(Britisch-Westindien) ....

1.076

55-352

26

6.407

(Britisch-Honduras).

169

4.195

1

?

(Britisch-Guyana).

141

6.623

1

?

(Falklandinseln).

8

902

1

159

(Britisch-Südafrika).

49

4.197

17

605

(Britisch-Oberguinea).

145

2.873

6

?

(Britisch-afrikanische Inseln) .

79

6.926

3

92

(Australien).

2.115

261.384

763

95-346

(Neuseeland).

57 i

94.195

168

?

(Tasmanien).

200

17424

28

?

Hawaii (1886).

58

13.529

15

?

Japan (1886).

17.241

357-300

461

59.613

Italien.

7.229

945.677

237

144.328

Marokko.

ca. 400

18.800

Mexico (1885).

57

26.355

13

I8.285

Montenegro (1886).

2

300

Niederlande (1886).

692

286.572

106

IO8.834

(Niederländisch-Ostindien, 1885) .

1-475

130.286

68

26.613

(Niederländisch-W estindien, 1886)

37

1.900

1

?

Oesterreich-Ungarn (1888).

2.152

269.663

159

95.510

Peru (1886).

3 8 .

26.500

6

4.9OO

Portugal (1886).

469

29.723

36

5.860

Rumänien (1886).

22

4-456

3

1.102

Russland (1884).

4790

500.554

379

99.214

(Finnland, 1886).

2.051

264.412

301

I 7.075

Schweden (1886).

4.084

535-211

921

H6.357

Norwegen (1887).

7444

1,524.076

562

II3-I35

Siam (1884).

45

16.000

3

996

Spanien (1886).

3463

454.900

345

244.5OO

(Cuba und Nebeninseln)

627

58.500

45

25.900

(Philippinen etc.).

793

56.100

52

I7.OOO

Tripolis.

110

6.000

Türkei (1886).

299

54-200

14

6.600

(Türkisch-Asien).

130

20.000

Venezuela (1883).

2.492

24.924

20

2.139

Vereinigte Staaten von Amerika

21.216 ;

3.712.875

5481

1,542.718

II. Hafenanlagen und Seebauten.

Die grossartige Entwickelung des Dampfbetriebes zur Seegab den Anstoss zu einer Reihe von Unternehmungen, die demSeeverkehr unmittelbar zugute kamen. Wie die technischenHilfswissenschaften mächtige Förderer des Eisenbahnwesenswurden, fiel ihnen diese Rolle auch in der Technik des See-verkehrs zu. So entstanden jene bewunderungswürdigen Hafen-

anlagen mit ihren Docksund Uferquais, mit ihrenmaschinellen Einrichtungenzur Befrachtung und Ent-frachtungder riesigenOcean-dampfer und anderen impo-nirendenVorkehrungen. Eingrosser Seehafen wie bei-spielsweise London,Liver-pool, Hamburg, Marseilleoder New-York giebt einüberwältigendes Bild vondem grossartigen Apparat,welcher heute dem Weltver-kehr dienstbar gemacht ist.

Diese Sachlage hat zu manchenhydrotechnischen Grossthaten den An-stoss gegeben. Von den weiter untenzur vSprache kommenden Seebautenabgesehen, ist eine der grösstenhydrotechnischen Leistungen die Er-weiterung des Hafens von New-York.Hier hatte der Ingenieur-Oberst JohnNewton das FelsenriffHallentsPointvon einem Rauminhalte von 50.584Kubikyards mittelst einer einzigenExplosion zerstört, nachdem er diesegewaltige Masse durch Galerien,.Schächte und Tunnels bienenwaben-artig zerlöchert und die 90 iibrig-gebliebenen Sicherheitspfeiler mittelsteines Systems von Minen in einemAugenblicke gesprengt hatte.

Die Hydrotechnik hat ferner bei der Regulirung grosser Ströme Triumpheerrungen, wobei es sich fast immer um Ueberwindung unsäglicher Schwierigkeitenhandelte. Besonders hervorzuheben sind die Regulirungen und Schiffbarmachung derMündungen des Mississippi, des Rhone und der Donau.

Von besonderer Wichtigkeit sind in den Seehäfen die Dockanlagen. Die her-vorragendsten Bauten dieser Art besitzt London in seinenLondon-Docks, seinemVictoria-Dock undAlbert-Dock. Die Wasserfläche aller Londoner Docks beträgtnicht weniger als 223*2 Hektaren, also zehnmal so viel wie die der drei prächtigenDocks zu Bremerhaven. Dazu gehören nicht weniger als 600 Hektaren Landfläche,welche mit Schienensträngen, Magazinen, Maschinenhäusern und anderen Hochbautenbedeckt sind. Die Zahl der in den Londoner Docks jährlich einlaufenden und aus-laufenden Seeschiffe beträgt über 50.000 ... In Liverpool beträgt die Wasser-fläche der Docks 2004*4 Hektaren ... In Deutschland befinden sich die grössten Dock-anlagen in Bremen und in Hamburg; in Frankreich in Le Havre, St. Nazaire,Bordeaux und Marseille; in Italien in Genua, Livorno und Venedig; inOesterreich-Ungarn in Triest; ferner zu Barcelona in Spanien, in Algier, inSuez und Port Said. Auf die vielen, zum Theil nicht minder grossartigen Dock-anlagen in aussereuropäischen Ländern mag hier einfach hingewiesen werden.

Ausser dennassen oder Handels docks giebt es auch sogenannteTrockendocks, die vorzugsweise zu Reparaturarbeiten für .Schiffe dienen. EineAbart derselben ist das sogenannteSchwimmdock, welches, nachdem es dasauszubessernde Schiff aufgenommen, durch maschinelle Vorrichtungen aus dem Wasseremporgehoben wird.

Die wichtigsten Seebauten sind die interoceanischen Canäle, vonwelchen in Bezug auf seine Bedeutung der Suezcanal obenansteht. Ausser ihmgehen eine Anzahl anderer wichtiger interoceanischer Canäle ihrer Vollendung ent-gegen, über welche weiter unten die wichtigsten Daten folgen.

a) Der Suez-Canal, die Schöpfung Ferdinand v. Lesseps*,wurde nach Ueberwindung mannigfacher Schwierigkeiten imJahre 1859 begonnen und im Jahre 1869 dem Verkehr über-geben. Der Canal hat von Port Said bis Suez eine Länge

Schwimmdock.

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'%'i msiwiMf

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ms»

Schwimmender eiserner Leuchtthurm im Hafenvon Liverpool.

il l.lll.HJ.il