Weltverkehr. — C. Die Seeschifffahrt.
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Trockendock.
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von 160 Kilometer,eine Breite von 58 bis100 Meter am Wasser-spiegel und von 22Meter an der Sohle,und eine Tiefe von8 Meter. Von fünf zufünf Seemeilen sindAu sw eichst atio-nen eingerichtet, dades engen Fahrwas-sers halber stets nurein Schiff die Streckezwischen zwei sol-chen Stationen passi-ren kann. Die durch-schnittlicheDauer derFahrt durch den Ca-nal beträgt 43 Stun-den. Durch den Suez-Canal wird die Fahrtvon Europa nach In-dien um circa 9600Kilometer oder 36Tage abgekürzt.
Bei der enormenZunahme des Schiffs-verkehrs durch denSuezcanal stellte sichdas Bedürfniss, dieDurchfahrt zu be-schleunigen, in drin-gender Weise ein.
Der erste Schritt zu einer Beschleunigung des Passagedienstesist seit März (Mai?) 1886 durch bedingte Einführung der Nacht-fahrten geschehen. Diese Nachtfahrten sind an die Bestim-mungen eines eigenen Regulativs gebunden, vor Allem daran,dass das Schiff im Besitze von elektrischen Beleuchtungsmittelnstehen muss. Unter günstigen Umständen kann jetzt die Canal-passage bei einer durch die Nachtstunden nicht unterbrochenenFahrt in weniger als 20 Stunden bewältigt werden. Bei vollerAusnützung der Fahrgeschwindigkeit in den Bitterseen u. s. w.wird es möglich sein, die ganze Canalfahrt auf die Dauer von16 Stunden einzuschränken.
Die Einführung von Nachtfahrten wird zwar eine gewisseBeschleunigung des Verkehrs durch erhöhte Continuität des-selben unzweifelhaft schaffen; aber diese Einführung kann den
Ansprüchen des stetig steigenden Canalverkehrs nicht vollendsgenügen und namentlich keinen Einfluss auf die kritischenStockungen nehmen, welchen der Verkehr durch Strandungen,oder vollends durch das Sinken von Schiffen ausgesetzt ist.Auf Grund dessen hat Ferdinand v. Lesseps ein „Erweiterungs-project” ausgearbeitet, dessen wesentlichste Punkte im Folgen-den bestehen: die durchgängige Tiefe soll auf 8*5 Meter und dernavigable Wasserkörper zunächst auf eine Breite von 37 Metergebracht werden. Ferner sollen mehrere Curven regulirt werden,d. h. einen grösseren Krümmungshalbmesser erhalten. In derFolge soll der Canal um 28 Meter von Port Said bis zu denBitterseen, um 38 Meter von da bis Suez erweitert werden.Zuletzt soll der Canal durchgängig bis auf 9 Meter vertieftwerden.
Der Hugly bei Calcutta.
Ueber die Frequenz des Suezcanals geben die nachfolgenden Tabellen Aufschluss . . . Währendder ersten 15 Jahre seines Bestehens (inclusive 1884) haben 27.007 Schiffe den Canal passirt, davonentfielen auf
die englische .
Flagge .
.20.568 oder 76*16 °/ 0
„ französische
r> .
. 1.782
n
6-6o°/ 0
„ holländische
n .......
. 937
n
3 ' 47 °/o
„ österr.-ungar.
n .
r>
3-13%
„ italienische
r> .
. <779
V
2-89%
„ deutsche
„ .
. 668
r>
2-47%
„ spanische
„ .
. 384
n
1-42%
auf alle anderen Flaggen ..
.1-044
n
3-86%
Im Jahre 1885 betrug die Totalsumme der Einnahmen rund 62*4 Millionen Francs; imJahre 1880 397 Millionen; 1875 30-8 Millionen; 1870 67 Millionen Francs. — Die für das Jahr 1885ausbezahlten Dividenden ergeben eine Verzinsung von nicht weniger als 17*08 °/ 0 des Actiencapitals.
Frequenz des Suezcanals.
Jahr
Zahl der Schiffe
Brutto -Tonnengehalt
Durchschnittlicher
Tonnengehalt
I87O
489
435-9H
891
1875
1.494
2,940.708
1.968
1880
2.026
4,344 520
2.144
1885
3.624
8,985.490
2.479
b) Der Panama-Canal. Die Länge des im Bau begriffenen, 1890 zuvollendenden Canals ist auf 75 Kilometer festgesetzt, die Tiefe wird 8*5, dieBreite an der Sohle 22*5, an der Wasserlinie 32 bis 60 Meter betragen. DerCanal wird nicht wie der Suez-Canal mehrere Ausweichstellen, sondern nureine einzige grosse von 5 Kilometer Länge erhalten. Die Gesammtkostensollen 1200 Millionen Francs nicht übersteigen.
Durch die Schöpfung des Panama-Canals wird die Entfernung zwischenEuropa und der Westküste von Mittel-und Nordamerika um die Hälfte, jenenach der Westküste von Südamerika um etwa ein Drittel abgekürzt. Wenn derPanama-Canal an commercieller Bedeutung dem Suez-Canal auch nicht gleich-kommen wird, ist der grosse Nutzen, welchen er den seefahrenden Völkerndarbieten wird, doch bedeutend genug, um seine Anlage zu rechtfertigen.
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