n — 1,31171,
so wird
7> -- 21°58',1
so daß man also, da die Sonne eine leuchtende Scheibe von 32'Durchmesser ist, einen rothen Ring von 32' Breite erblicken wurde,dessen mittlerer Durchmesser eben 21°58',1 ist.
Für die blauen Strahlen hingegen wirdn --- 1,3217Valso
<x — 22°44',1.
Man erhält also einen blauen 32' breiten Ring von einem größerenHalbmesser, der aber theilweise mit dem rothen zusammenfällt. Aufdiese Weise erhält man durch Brechung der 60° gegen einander ge-neigten Flächen einen in allen prismatischen Farben strahlenden Ring,der scharf begrenzt im Innern mit Roth anhebend mit Violettendigt und sich verwaschen auf den mattglänzenden Hintergrund desHimmels verliert.
Da nun bei den Eisprismcn noch Flächen vorkommen, welchesenkrecht zn einander stehen, und welche als brechende Flächen eben-falls ein Minimum der Ablenkung darbieten, so werden wir nocheinen zweiten von dem obigen verschiedenen Farbcnring erhalten.Für rothe Strahlen wird in diesem Falle
^> — 46° 6',4 und für blauey, --- 48° 20',8.
Man erhält also einen ganz ähnlichen Farbenring, welcher nur be-deutend größer als der erstere ist.
Außer einer Anzahl sccundärcr Phänomene, von denen dieseRinge begleitet sind, bieten die beiden stets in gleicher Höhe mit derSonne oder dem Monde erscheinenden Nebensonnen, resp. Nebcn-mondc, besonderes Interesse dar. Dieselben stehen stets außerhalbdes ersteren kleineren Ringes und entfernen sich um so mehr vondemselben, je höher jene Gestirne steigen. Stehen dieselben aber imHorizonte, so bilden sie die Endpunkte eines horizontalen Durch-messers jenes Hofes. Im klebrigen erscheinen sie sehr hell undlebhaft gefärbt und zwar entsprechend den Höfen, so daß ihre derSonne zugekehrten Seiten roth, die abgewandten hingegen violett sind.