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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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spalten, oder bohren sich Löcher in die Erde und verschliessenzugleich ihr Gehäuse mit 1 oder mehreren häutigen Deckeln(nur Hel. pomatia bildet sieh einen kalkigen), um sich gegendie kalte Luft abzuschliessen. In ähnlicher Weise schützensich die Gehänseschnecken gegen die trockene Luft desSommers, indem sie sich mit häutigen Deckeln an andereGegenstände anbängen Feuchte Witterung lockt die Mol-lusken aus ihren Verstecken hervor, weil ihr Körper zumweitaus überwiegenden Theile aus Wasser besteht und weilsie desselben zur Nahrungsaufnahme in reichlichem Massebedürfen. Lebende Mollusken sind daher nur bei oder kurznach ergiebigen Kegen in grösserer Menge zu sammeln;einzelne Arten sind überhaupt nur dann zu bekommen.Dem entsprechend sind auch die feuchteren Morgen- undAbendstunden, und namentlich die Nacht, vorzugsweise zumSammeln geeignet, weil die Thiere diese Tageszeiten gernezu ihren Ausflügen benützen, sich aber mit steigenderTageswärmerasch wieder in ihre Schlupfwinkel zurückziehen. Ebenso wiedie Tageszeiten sind die Jahreszeiten von grossem Einflüsseauf die Mollusken. Je nach den einzelnen Arten ergebensich jedoch manche Verschiedenheiten, die berücksichtigtwerden müssen, wenn man den Thieren nachgehen will. Sohängen sich viele Helices im Herbste auf längere Zeit undselbst bei trockerer Witterung an die Unterseite der Blät-ter von Stauden oder höheren Krautpflanzen (Gruppe Fruti-cieola) an Mauern oder Holzzäune (Gruppe Xerophila) oderan Bäumen (die Clausilien). Einzelne Arten und Generasind dagegen im Frühlinge leichter zu bekommen, so nament-lich die auf Wiesen lebenden Succineen, mehrere Pupeender Gruppe Vertigo, ferner die in Wäldern lebenden Bulimi-neen. Die Vitrinen können in der Ebene nur vom Spätherbstean, den Winter über, bis höchstens zu den ersten Tagen desFrühjahres lebend gesammelt werden, weil sie einjährigeThiere sind, die im Anfänge des Frühjahres ihre Eier inden Boden legen und dann absterben. Schöne vollendeteGehäuse von Landconchylien mit lebenden Thieren sind nursehr zeitig im Frühlinge oder spät im Herbste zu bekommen,weil viele alte Thiere im Winter sterben, die unausge-wachsenen aber bis zum Herbste eine weiche, bezüglich desletzten Umganges noch in der Bildung begriffene Schale