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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Durchm. 7,5 mm, Höhe 5,5 mm.

Farbenabänderungen. Die Gehäusefarbe wechseltzwischen gelblichbornfarben und röthlichbraun und dem ent-sprechend ist auch die Farbe des Thieres wechselnd, das beiletzterer Farbe sehr dunkel wird. Häufig sind gelblicheund röthliche Exemplare gemischt.

Formvarietäten:

1. liberta TI GSt.Gvltiilcl\ Syn. crit. moll. 1870 p. 54.— Fauna moll.

Suec. Dan. Norv. p. 139.

Helix sericea, yar. depilata Gysser, Moll. Badens 1863. (teste Westerl.)

— liberta Clessin, Jatirb. deutsch , mal. Gesellsch. I. 1874 p. 319 t. 13 fig. 13.

— — sp. Clessin Excurs. Fauna 1. Aufl. p. 106 iig. 53.

Gehäuse: gedrückt-kugelig, ziemlich

Fig. 73. festschalig, durchscheinend, bräunlich-horn-

farben, oder röthlichbraun; in der Jugendschwach behaart, im Alter glatt undglänzend, mit einem schwach markirten,zuweilen durch eine weissliche Binde be-zeichneten Kielstreifen.

Durchm. 8 mm, Höhe 6,5 mm.'Wohnort. Im Grase, in Baumgärten,an und unter Hecken ; nur an trockneren

F. liberta. Stellen.

Verbreitung. Wahrscheinlich durchdas ganze Gebiet; vorzugsweise häufig in Mitteldeutschland ;aber auch im südlichen Baiern (Dinkelscherben ), in Baden,bei Cassel (depilata C. Pfeiffer II. p. 35. t. fig. 18).

Bemerkung. Ich kann die vorstehend aufgeführteSchnecke nur mehr für eine enthaarte Varietät derH. sericea halten, da sie in der Form keine wesentlichenDifferenzen gegenüber dieser aufweist. Die hinfälligen, baldabfallenden Haare sind nur die Folge ihrer mehr trockengelegenen Fundorte, weshalb auch beide Formen an nahe-gelegenen Fundorten, die nur durch die Feuchtigkeit desBodens sich unterscheiden, Vorkommen. Ich habe dies Ver-hältniss sowohl bei Dinkelscherben als auch bei Ochsenfurt beobachtet und ziehe die Form daher als Varietät zuH. sericea.