203
4) Das Auflösen der Bänder in Streifen oder Fleckengehört zu grössten Seltenheiten. Die Darstellung der Bän-dervarietäten wird am besten durch Nummer 123, 45 ge-geben, wobei das Ausbleiben eines Bandes durch Sub-stituirung einer Null, das Zusammenflüssen derselben durcheine über die treffenden Bänder gesetzte Klammer bezeichnetwird (z. B. 103, 45). — Die Bänder sind in der Kegel vonbrauner Farbe, welche Farbe entgegen der Grundfarbe desGehäuses, die in der Epidermis liegt, in der Kalkschichtezu suchen ist. Das färbende Pigment der Bänder bleibt zu-weilen aus, und die Bänder bleiben dann farblos und wer-den durchsichtig. Diese Erscheinung kann alle möglichenBändervarietäten treffen, gehört aber in’s Gebiet der Ab-normitäten.
Grössenunterschiede. Im Ganzen wenig beträcht-lich. Der Durchmesser der Gehäuse wechselt zwischen15—21 mm.
Formvarietäten. T. hortensis ist sehr wenig zuFormvarietäten geneigt, die Gewindehöhe differirt gleichfallswenig; die höchste Form habe ich Var. trochoidea (Naeh-richtsbl. 1871 p. 126) genannt (Durchm. 29 mm., Höhe17 mm.). Die extremsten Exemplare dieser Richtung sindjedoch nicht in dem Maase von normalen Exemplaren ab-geschieden, dass sich diese Varietät aufrecht erhalten lässt.Auch die übrigen Verhältnisse derselben differiren nur ingeringem Grade. Die Schalenstärke des Gehäuses ist Aen-derungeu unterworfen, die sich bis zum fast vollständigenMangel der Kalkschiehte, welche dem Gehäuse erst dienöthige Festigkeit verleiht, erstreckt. Dadurch wird dasGehäuse völlig durchsichtig und so difnnschalig, dass derleiseste Druck Eindrücke an demselben hinterlässt. DieseErscheinung gehört jedoch gleichfalls zu den Abnormitäten. —Eine weitere Aenderung ist eigentlich eine blosse Farben-varietät, die sich ausschliesslich auf die Färbung des Mund-saumes bezieht, ich führte sie aber desshalb nicht unterden Farbenabänderungen auf, weil die Färbung des Mund-saumes für die vorliegende Gruppe mehr specifischen Werthzu haben scheint.