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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Farbennüaneen, z. B. die gelbrothe Färbung, scheinen beiT. nemoralis häufiger aufzutreten, als bei der ersteren. DieBänderung weist gleichfalls einige Eigentümlichkeiten auf.So ist das Ausbleiben einzelner Bänder für die vorstehendeArt eine häufigere Erscheinung und es werden für sie indieser Hinsicht mehrere Varietäten beobachtet, die für T.hortensis noch nicht gefunden wurden. Namentlich ist fürT. nemoralis die Formel 00,345 ein sehr häufiges Vorkomm-niss, während dieselbe Formel für T. hortensis zu dengrössten Seltenheiten gehört. In Bayern südlich der Donau findet sich für T. nemoralis die Formel 12,345 gar nicht,dagegen ist die eben erwähnte 00,345 die vorherrschendeunter weiteren Variationen der 3 unteren Bänder. — DasAuflösen der Bänder in Flecken findet sich bei der vor-stehenden Art gleichfalls sehr selten. — Die Lage der Bän-der weicht insoferne etwas von jener der T. hortensis ab,als das 5. Band mehr gegen die Spindel gerückt ist undden Nabel daher enger umfasst, als bei jener. (T. nemora-lis stimmt in dieser Hinsicht mit T. austriaca überein).Gehäuse mit rosarothem, fast weissem Mundsaume (roseo-albo-labiata) und mangelnder Gaumenfärbung sind ziemlichselten.

Grössenunterschiede. Sehr gering; kleinere Ge-häuse als solche mit 20 mm. Durchmesser habe ich nichtgesehen; auch diese gehören zu den Seltenheiten. DerDurchmesser von 23 mm. wird nach aufwärts wenig über-schritten.

Formvarietäten. T. nemoralis hat wenig Neigung,Formvarietäten zu bilden. Ich habe nur an einem Fund-orte (Dinkelscherben in Bayern ) eine geringe Abänderunggefunden, die sich übrigens durch Uebergänge nicht mitder Normalform verbindet.

1. Var. conoidea, Cless., Nachrbl. 1871 p. 126.

Gewinde: mehr erhöht, so dass das 3. Band beim Auf-rollen des Gewindes frei bleibt, wenn es vorhanden i3t.

Durchm. 22 mm, Höhe 18 mm.

Wohnort. Gärten, Büsche, lichte Gehölze, Waldrän-der, lebende Hecken; liebt im Allgemeinen mehr trockeneOrte als T. hortensis.