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der typischen Form der Art entfernen, kann ich mich den-noch nicht dazu entschliessen, selbe artlicb abzutrennen,weil diese weitgehenden Formveränderungen sich nur alsAlterstufen darstellen, welche erst im höchsten Alter sichzeigen. — Jüngere Gehäuse der verschiedenen Varietätenlassen sieh nur von einer gewissen Grösse, etwa 3 mm Lge.ab, als einer bestimmten Varietät angehörig erkennen. Alledie aufgezählten Varietäten sind daher nur durch denWohnort bedingte Variationen, die fast ebenso mannigfal-tig sind, als es Wohnorte für die Art gibt.
2. Ancy lastrum capuloides, Jan.
Anc. capuloides, Jan. in Sckedis.
— — Porro 1838. Mal. prov. Commasco p. 87 t. fig. 7.
— Janii Bcrorgnignat, 1853. Cat. Ancyl. in Journ. Conch. IV. p. 185.
Thier: nicht beschrieben.
Gehäuse: gross, dickschalig, fein und undeutlich con-centrisch gestreift, von weisslicher oderFig. 302. gelblicher Hornfarbe; nach vorne sehr ge-wölbt , nach hinten fast geradlinig abfal-lend ; nach rechts und links mässig gewölbt;Wirbel sehr klein, spitz, wenig zurückge-bogen , in der Mittellinie des Gehäuses,etwa in 2 / 3 des Längendurchmessers ge-legen; Wirbelspitze sehr wenig geneigt;Mündung rein eiförmig.
Länge 6—9 mm, Breite 4—6 mm,Höhe 3—5 mm.
Wohnort. Meist nur in den grös-seren Seeen Süddeutschlands .
Verbreitung. Starnberger - See,An. capuloides. Chiemsee .
Bemerkung. Die vorstehend beschriebene Art, diegrösste des Genus in Europa , betrachte ich desshalb alsals solche, weil sie bei rein eiförmiger Gestalt der Mündung,gegen die etwas unregelmässige nach vorne etwas verbrei-terte Form jener von An. fluviatilis, eine fast gerade vomWirbel abfallende Hinterseite und einen sehr wenig zurück-