giftgrüne Lieutenant auf gräßlich langen, dünnen Flieg enbeinen— ich wich ihm sorgfältig aus vor lauter Furcht, er könnte sichum mich herumringeln — titulirt die Soldaten, welche die tief-sinnigen Schwenkungen nicht mit der gehörigen Rapidität aus-führen, mit „Rindvieh", „Esel", „Schweinehund" und die Unter-offiziere in ihrem heiligen Diensteifer rennen hintendrein und ver-setzen den Kameraden Fauststöße in's Genick und in die Seiten. . -Also, Herr Lieutenant, „die Wacht am Rhein" ist mit gnädigerPermission zu singen:
Durch Hunderttausend blitzt es schnellUnd Aller Augen werden hell,
Das Rindvieh, bieder, fromm und stark,
Beschützt die heil'ge Landesmark.
Das gehört also immer noch zur strammen preußischenZucht, daß der Mann von solchen Flegeln und halbausgewach-senen Offizierchen nach alter Weise mißhandelt werden darflDer einzige Fortschritt, der auf diesem Felde erzielt worden, be-steht darin, daß auch der „Esel" mit „Sie" angeredet wird imDienst. . .
Es war zu der Zeit, als der alte abscheuliche Er-Styl inPreußen abgeschafft wurde. Da redete ein grober Landrath seinenSchreiber mit den Worten an: „Er ist ein Esel." Der Schreiberaber raffte sich zu einer großen That aus und entgegnete: „Mitgnädigster Erlaubniß, Herr Landrath, man sagt jetzt nicht mehr:„Er ist ein Esel." Jetzt heißt es: „Sie sind ein Esel!" ....Wenn unsere Schweizermilizen sich eine halbe Stunde herum-tummeln müßten, wie diese halbe Kompagnie volle Stunden esthut, der letzte Mann würde seekrank.... Adieu, Herr Lieute-nant, Sie sind ein — Adeliger! —
Bom Exerzierplatz auf den Geflügelmarkt. Da steht imKäfig ein ganz eminenter „GUggel"; Käufer und Verkäufer sindbereits handelseinig. In einer Stunde ist er schon todt, er ahntes, aber er kräht heldenmüthig dem Tod entgegen. Was ist sein