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Plaudereien : feuilletonistische Blätter / von Reinhold Rüegg
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ksupls kranpsis, sauver 1a kspubliipns,

^,vso aräsur aoaonrer! a nos eris,

Geröll brüla koms, la vills antigusLauvsr karis!

Bürger! gebt sorgfältig Acht auf den folgenden Vers, er istwahrhaft sublim, grandios. ..."

Ich will den Lesern die grandiose Poesie ersparen.Alsonur 1 Sou, 1 Sou; das kleine Opfer kann jeder gute Republikanerbringen!" Das wirkt, die Kupferstücke gehen ein. Wir eilenweiter und kommen zu einem Blinden, der mit zwei prächtigenBuben eine Art Rache-Psalmen singt.

Mitunter gräuliche Poesie.Was ist ein Poet'?"

frägt ein französisches Märchenbuch und gibt gleich darauf demwißbegierigen Kinde die Antwort:Ein Poet, mein Söhnchen,ist ein Mann, der eine Leiter an die Sterne anlegt und hinauf-steigt, indem er dazu Violine spielt!"

Wenn nur die Hälfte dieser Geiger nicht mehr herunter könnte!*

Die Freimaurer haben heute Morgen im Louvrs sich miteiner Abordnung der Kommune vereinigt und sind nach den Wällengezogen, um ihre Fahne daselbst aufzupflanzen. Eine großartigeVolksmenge durchwogte die Straßen, die der Zug passirte. Wenndie sämmtlichen Logen Frankreichs an's Werk gingen, möchteVersailles einen schweren Stand bekommen, aber noch lange nichteinmal sämmtliche Pariser Logen haben zur Demonstration Handgeboten, im Gegentheil ist von mehreren erklärt worden, daß sienicht in dem Ding sein wollen. ,?aris sst rsvolutionimirs, waisil n'sst pkm soeialists", sagte mir ein Arbeiter; ich glaube fast,der Mann hat Recht.

ES sind überall riesige Plakate angeschlagen, worin die inParis anwesenden Franzosen der Provinz zu Versammlungen ein-geladen werden, in welchen Delegirte für die andern Städte ge-wählt werden sollen. Auf gestern Abend war eine Assembler fürdie Lyonesen angekündigt, und von circa 80,000 in Paris an-wesenden Lyonesen fanden sich in runder Zahl . . . 180 ein . . .