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Plaudereien : feuilletonistische Blätter / von Reinhold Rüegg
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O lieber ein SklavenkindIm barbarischen TUrkenland,

Wo die Seelen der Weiber verloren sind,

Als so christliches Werk zur Hand.

An's Werk, an's Werk, an's Werk,

Bis vor den Sinnen mir's schwimmt!

An's Werk, an's Werk, an's Werk,

Bis das Licht der Augen verglimmt.

Saum und Gehren und Band,

Band und Gehren und Saum

Bis über den Knöpfen ich schlafe einUnd nähe sie fest im Traum.

O Männer mit Schwestern lieb!

O Männer mit Müttern und Weib!

Nicht weißes Linnen nützt ihr ab,

Nein, Menschenleben und Leib!

Stich Stich Stich!

In Hunger und Kummer und Noth

Ein Faden, der nähet zugleich das Hemd.

Für's Leben wie für den Tod.

Aber was red' ich vorn Tod,

Dem Bild vorn morschen Gebein?

Mir graust nicht vor seiner Schreckensgestalt.

Es däucht mir ihm gleich zu sein

Es däucht mir so gleich zu sein,

Fasten ist ja mein Theil:

O Gott, daß Brod doch so theuer ist,

Und Fleisch und Blut so feil.

An's Werk an's Werk an's Werk!Meine Arbeit läßt nicht nach,

Und was ist ihr Lohn? Ein Bett von Streu,Lumpen dies löchrige Dach

Eine Kruste Brod ein zerbrochener Stuhl

Ein Tisch diese Flur so leer

Und die Wand so kahl, daß mich's freut, wenn malMein Schatten schleichet daher.