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Section Allendorf - Treis / geologische Aufnahme von Professor Dr. E. Dieffenbach und Rudolph Ludwig
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Zu Töpfergeschirr und zum Tlieil auch zu Krügen (ordinärstem ge-frittetem Geschirre) eignet sich der Thon; er wird desshalb bei Wittels­ berg und Oberhausen vielfach gewonnen und theils im EbsdorferGrunde, theils in Marburg verarbeitet

2. Sand und Süsswasserquarz.

Aus der Section Alsfeld kommen bei Ober-Ofleiden an der Ohmdie den Melanienthon von Dannerod bedeckenden Sand- und Quarz-sandsteinlager herüber. Die Abhänge der das Ohmthal auf der rechtenSeite begleitenden Hügel sind mit solchen Massen bedeckt, aber auch aufder linken Seite stehen sie vielfach an und erreichen, wie die Bohr-lochsprofile von Erfurtshausen bezeugen, nicht unerhebliche. Dicke.Auf dem Sande und mürben Sandsteine liegen theils in geschlossenen Bänken,theils ausgewaschen und übereinander gestürzt in grossen Blöcken vongerad- und krummflächiger Form die an Quarzit erinnernden Süsswasser-quarze umher, sie finden sich wie z. B. bei Nie der-Klein zuweilen zuHügeln aufgehäuft.

Am Fusse der basaltischen Amöneburg treten östlich und südlich mürbeSandsteine mit kalkig-thonigem Bindemittel zu Tage, es finden sich aberauch hier und da einzelne Quarzsandsteine über die Oberfläche zerstreut,namentlich in den Gärten am Südabhange. Mit einem auf dem Marktplatzeder Stadt Amöneburg abgeteuften Schachte fand man endlich umfang-reiche Sandmassen vom Basalte umgeben, erlangte aber keine Quelle, wieman gehofft hatte.

In der Umgebung von Treis, Allendorf , Londorf sind die Sand-lager und Quarzsandsteinblöcke ebenfalls ziemlich verbreitet an den aufder Karte angegebenen Stellen; bei Climbach kommt Süss wasserquarzüber die Felder hin zerstreut vor und nur hier umsehliesst er Abdrücke vonPlanorbisarten, einer kleineren und einer grösseren, welche als Planorbisdeclivis Braun und Planorbis pseudoammonius Yoltz angesehen werden.

Der Sand, oft von weisser Farbe, wird als Beibsand benutzt, die Quarz-sandsteine finden hier und da beim Bauen Verwendung.

%. Quartärformation.

1. Aeltere GeröIIablagcrungen an den Gehängen der Flussthäler.

Die in der Section Giessen beiderseits des Lahnthals von denhöchsten Fluthen nicht mehr erreichbaren Grand- und Sandablagerungenhat der Bearbeiter jener Section mit dem Zeichen des älteren Diluviumsbelegt; ich habe nun der Gleichförmigkeit wegen in der nördlichen Fort-

Section Allendorf. 4