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einer Karte als Meeresboden den ganzen Umkreis be-zeichnet, auf welchem skandinavische Findlingsblöckegefunden werden. Lyell und Darwin setzten einePeriode mit einem kälteren Klima als das der Jetztzeitvoraus, und dass dadurch grosse Gletscher gebildetwurden, von welchen die Eisberge herstammten. Wennman blos das Vorkommen der Findlingsblöcke in demerratischen Umkreise in Betracht zieht, so erscheintdiese Erklärung so natürlich, dass kaum ein Zweifelüber deren Richtigkeit erstehen kann. Dies ist alsUrsache anzunehmen, dass sie auch wirklich so langeals richtig anerkannt wurde, ohne eingehende Prüfungüber deren Uebereinstimmung mit dem thatsächlichenVerhalten in der Natur.
Im Allgemeinen wurden keine Zweifel über dieRichtigkeit dieser Ansichten Lyells geweckt, obwohl esnicht erklärt werden konnte, warum Meeresthiere inden Ablagerungen des angenommenen erratischen Meeresnicht öfter beobachtet wurden, und die Frage lag mehroder minder nahe, ob nicht möglicherweise dieses er-ratische Meer vielmehr ein immenser Inlandsee war.Später bei Betrachtung von Forchhammers geologi-scher Karte von Dänemark entstand bei Prof. Torell derGedanke, dass Forchhammers Geschiebe-Thon (rulle-stenslera) möglicherweise alte Moränen sein können,welche einmal dem skandinavischen Inlands-Eise an-gehörten. Die hiedurch veranlassten Untersuchungenleiteten zu dem Resultate, dass nicht nur dieser Ge-