38
tige Gletschermassen beträchtliche Schichtenstörungeninnerhalb ihres Untergrundes bewirkt haben. Und inder That ist in der auf die einst vergletscherten Gegen-den bezüglichen Literatur, namentlich in den „geological-)• Oftorts“ der betreffenden Staaten eine Anzahl derartigerErscheinungen geschildert und abgebildet. Davon seienhier einige Beispiele aus dem äussersten Osten undWesten der nordamerikanischen Glacialregion angeführt.
Aus Vermont beschreiben Hitchcock und Hagermehrere Localitäten wo die Schichtenenden der Phyllitebis zu einer Tiefe von 5 Meter zerrissen und in allemöglichen Stellungen gebracht, zum Theil zickzackförmiggeknickt, andere Stellen, wo gneisartige Gesteine, so-wie krystallinische Kalksteine zerstückelt und dann ver-schoben waren. Aehnliche Erscheinungen sind durchHall an Silurkalken unweit des Niagara, ferner durchHitchcock im Rothsandsteine von New-Jersey beob-achtet worden. Aus Wisconsin , einem Staate, welcherdurch zum Theil gigantische Moränenzüge, durch Rund-höcker, Schliffe, Schrammen^ und Ritzung der Gesteins-oberfläche, durch Geschiebelehm und geritzte erratischeBlöcke den typischen Charakter einer diluvialen Moränen-landschaft erhält, beschreibt Chamberlin, wie hori-zontal liegende silurische Kalke und Mergel auseinander-gerissen sind, wie dann die Schichtenenden eine sattel-förmige Stauchung und eine Zerstückelung erlitten haben,während gleichzeitig der Geschiebelehm schräg unterdieselben eingepresst wurde. Die bei diesem Vorgänge