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erzeugten Ivalksteinfraginente wurden mit dem Geschiebe-]ehm nach Süden geschleppt. An anderen PunktenWisconsins haben geschichtete Diluvialsande, welche,wie scheint, als Schollen innerhalb des Geschiebelehmsangetroffen werden, gerade solche phantastische Bieg-ungen erfahren, wie wir sie später aus dem DiluviumSachsens schildern werden.
Schliesslich sei noch eines höchst instructiven Fallesgedacht, den Desor bereits im Jahre 1851 von derSüdküste des oberen See’s beschrieben und abgebildethat. —
An der Mündung des Carp-River waren auf demKopfe stehende Talkschiefer im Untergründe der Driftbis zu einer Tiefe von 5 Meter rechtwinklich nach Südumgebogen und von dem kiesigen Geschiebelehm in derRichtung der dort allgemein verbreiteten Gletscher-schrammen schweifartig mit fortgeschleift worden.“
Aus der gegebenen Uebersicht geht hervor, dassin sämmtlichen grösseren Glacialgebieten der nördlichenHemisphäre mit den aus der Diluvialzeit zurückge-bliebenen Moränen Schichtenstörungen des Untergrundesin engster Verbindung und in genetischem Zusammen-hänge stehen. In Folge dieser constanten Verknüpfungund ihrer allgemeinen Verbreitung gestalten sich dieseStauchungen zu gerade so charakteristischen Eigentüm-lichkeiten des alten Glacialterrains wie die Gletscher-schliffe. Dass dies auch an der südlichen Grenze desskandinavisch - deutschen Diluvialgebietes der Fall ist,