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durch die von oben zuströmenden Wasser — die Grund-moränen nirgends in ihrem ursprünglichen Zustande,sondern aufgearbeitet und ihrer feineren Theile beraubt,in Form von Geröll —, Kies- und Sandschichten an-treffen. Ich begab mich desshalb eine Strecke weiterthalaufwärts zu dem seitlichen Gletscherrande und vondiesem aus an einige Punkte, wo das Eis nicht festauflag, sondern in anfänglich etwa 1,5 Meter hohenWölbungen den Zutritt unter den Gletscher gestattete.Der Boden dieser subglacialen Canäle, auf welchemdie Gewässer der aus den Seitenthälern unter denGletscher tretenden Bäche, sowie die Schmelzwasserrieselten, war ebenso wie weiter unten nahe demGletscherrande mit grobem Sand, Kies und in diesenmit Blöcken, also von dem ausgewaschenen und umge-arbeiteten Grundmoränen-Material bedeckt. Dahingegenlagerte am Fusse der beiderseitigen Wandungen dieserEisgewölbe zwischen dem Gletschereis und dem festenFelsgrunde die echte Grundmoräne in ihrem ursprüng-lichen Zustande und desshalb in ihrer typischen Aus-bildungsweise. Sie besteht dort aus einem zähen, beireichlichem Wasserzutritte breiartigen, grauen Lehme,der, wie man sich beim Kneten bereits durch dasGefühl überzeugt, angefüllt ist von kleinsten Gesteins-körnern und Splittern und vollsteckt von kleinerenund grösseren, scharfeckigen und gerundeten, z. Th.geritzten Geschieben, von welchen die grössten festzwischen Eis und Felsgrund eingeklemmt waren. Liess