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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
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11
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I. Morphologisches.

Smaalande-See.

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Insel Fünen , und erscheint es daher wol gerechtfertigt, wenn mandasselbe auf Grund dieses Umstandes alsfünensches Randgewässerbezeichnet. Die Grösse desselben beträgt 14 □Meilen.

Da dieses Randgewässer ein sehr inselreiches ist, entsteheninnerhalb desselben wieder mehrere Unterabtheilungen und zwar hatman zunächst eine westliche und eine östliche zu unterscheiden.Diese Trennung wird durch die grösseren Inseln Thorö, Taasingeund Sidö bedingt und bezeichnet mithin eine Linie, welche dieseInseln unter einander, sowie mit Fünen (am östlichen Eingänge deszwischen Thorö und Fünen befindlichen Skaarup-Oere-Sundes) undLangeland (bei der Stadt Rudkjöbing) verbindet, die Grenze zwischenbeiden Unterabtheilungen. Der Flächeninhalt der östlichen beträgt4 ,7 Q Meilen.

Die westliche Unterabtheilung zerfällt in zwei Theile, einennördlichen und einen südlichen. Die Grenze zwischen beiden ver-läuft von dem fünenschen Vorgebirge Knold(en) aus über eine Insel-schnur, deren einzelne Glieder von Westen nach Osten durch dieInseln Avernakö, Dreiö und Hjortö dargestellt werden, nach Taasingeund beträgt der Flächeninhalt des hierdurch entstehenden nördlichenTheiles 2,5 □Meilen, während auf den südlichen 2,7 □Meilen ent-fallen. Die Westgrenze dieses südlichen Theils wurde bereits er-wähnt. Die Südgrenze führt von dem aussersten Ostende Aerös,der Halbinsel Erikshale, über die kleinen Eilande Langholm, Lang-holm-Hoved und Storeholm bogenförmig nach dem aussersten West-punkte Langelands , der Halbinsel Ristinge-Hale.

d. Die Smaalande-See.

Ebenso inselreich, wie das fiinensche Randgewässer, ist dasMeeresgebilde zwischen dem Grossen Belte und der östlichen Ostsee .Den Deutschen fehlt ein einheitlicher Name für dasselbe, weshalbsie sich Umschreibungen, wie des Ausdrucks:Fahrwasser zwischenGrossem Belte und östlicher Ostsee bedienen, denn als inte-grirender Theil des Grossen Beltes wird es nie aufgefasst. DieDänen dagegen nennen diese Meeresfläche Söen mellem Smaa-landerne, d. h. die See zwischen den Smaalanden, worunter sie diekleinen Eilande verstehen, welche hier in grosser Anzahl vorhandensind. Es dürfte sich hiernach empfehlen, diesen Meerestheil dieSeeder Smaalande zu nennen.

Die Westgrenze derselben ist bereits bei dem Grossen Belte