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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
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13
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I. Morphologisches.

Tiefenverhältnisse der westlichen Ostsee .

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Fehmarn und Laaland. In ersterer Strasse bezeichnet mithin eineLinie zwischen beiden Fährhäusern die Grenze und in letzterer eineLinie von der Ohlenburger-Huk nach Syltholm auf Laaland hinüber.Die Ostgrenze der Mecklenburger-Bucht ist die schon früher er-wähnte Linie zwischen Gjedser-Odde und Darsser-Ort; im Nordenschliessen die Inseln Laaland und Falster sowie eine Linie am Süd-ende des Guldborgsundes die Mecklenburger-Bucht ab.

b. Die Tiefenverhältnisse der westliehen Ostsee.

Bei der Abtrennung dieser einzelnen Meeresabtheilungen sind,wie leicht zu ersehen, fast nur solche morphologische Gesichts-punkte massgebend gewesen, wie die Küstenumrisse sie nahe legen.An wenigen Stellen, wie z. B. bei der Bestimmung der Grenz-linien zwischen dem Grossen Belte und dem fünenschen Rand-gewässer, wurden freilich auch die Tiefenverhältnisse in Be-tracht gezogen, so dass also in jenem speciellen Falle keinedirekte Linie zwischen der Nordspitze Langelands und Knudshovedauf Fünen angenommen ward; allein im Allgemeinen sind die Tiefen-verhältnisse der westlichen Ostsee nicht derart, dass sie Veran-lassung zur Bildung besonderer Unterabtheilungen geben könnten.Fast allen Theilen der westlichen Ostsee ist nämlich eine 67 QMeilen grosse Einsenkung von mehr als 20 m Tiefe gemeinsam.Dieselbe beginnt bei der Insel Aarö im Kleinen Belte, erstrecktsich durch den mittleren und südlichen Kleinen Belt , die Kieler-Buchtund den Fehmarn-Belt bis fast an das Ostende der Mecklenburger-Bucht und nimmt innerhalb der Kieler-Bucht von Norden her eineandere tiefe Rinne auf, welche vom Kattegat her östlich von Sprogöin den Grossen Belt eintritt und denselben in seiner ganzen Aus-dehnung von Norden nach Süden durchzieht. Auch abgesehen vondieser Rinne des Grossen Beltes ist die tiefe Senke in ihren Um-rissen sehr ausgezackt, und genau genommen besteht sie auszwei grösseren Senken, die in der Kieler-Bucht vermittelst einerEnge einen nur ganz losen Zusammenhang haben. Die grösste Aus-dehnung gewinnt sie in der Mecklenburger-Bucht , indem ihr Arealdaselbst 31,3 Meilen (d. h. 38 Procent des Areals der Mecklen­ burger-Bucht ) einnimmt, während es in der Kieler-Bucht nur 21,5 Meilen (d. h. 30 Procent des Areals der Kieler-Bucht ), imKleinen Belte nur 9,5 Meilen und im Grossen Belte nur