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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
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17
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I. Morphologisches.

Mittlere Ostsee .

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a. Die mittlere Ostsee und ihre Theile.

Von den beiden durch die Alands -Gruppe von einander ge-schiedenen Unterabtheilungen der östlichen Ostsee erscheint diemittlere in ihren äusseren Umrissen weit weniger einheitlich, alsdie nördliche; man hat hier neben einer Hauptabtheilung nichtweniger denn drei untergeordnete Meeresgebilde zu unterscheiden.

Unter diesen ist der finnische Busen am wenigsten von deroffenen Ostsee abgesondert, nämlich durchaus nicht besser als dasSkager-Rak von der Nordsee , und nur die völlig anders gerichteteLängsachse sowie die bedeutende Grösse desselben fordern, dassman ihm eine gewisse Sonderstellung einräume, so wie sie dasSkager-Rak auch der Nordsee gegenüber einnimmt. Die Grenzliniewird am besten von dem esthländischen Cap Spithamn aus über diedortige Küsteninsel Odensholm hinüber nach der finnischen Küsten-insel Russari oder Hangö und von dort nach dem weit vorspringendenfinnischen Cap Hangö-Udde gezogen und enthält der also begrenztefinnische Golf ein Areal von 537 Meilen.

Sehr gut ist dagegen eine andere Meeeresfläche, nämlich derRigasche Busen, gegen die Hauptabtheilung der mittleren Ostsee abgeschlossen, indem nämlich erstens die esthländisch-livländischeInselgruppe den Busen zu einem Randmeere zweiter Ordnung um-formt und indem zweitens auch in den Meeresstrassen zwischenInseln und Festland die Scheidung sehr gut ausgeprägt ist. Es er-streckt sich nämlich von der grössten Insel dieser Gruppe, vonOesel aus, ein sehr langes Riff nach Süden auf die kurländischeKüste zu, und würde mithin in dieser Meeresstrasse eine von derSüdspitze Oesels, dem Swalfer Ort, zunächst auf dem Riffe unddann später auf dem 22. Meridiane Greenw. entlang gezogene Linieals Grenze aufzufassen sein. Zwischen Oesel und der esthländischenKüste wird die Scheidung durch die dazwischen liegenden InselnMöön und Paternoster sehr erleichtert; hier stellen eine Linie ander engsten Stelle des zwischen Oesel und Möön befindlichenkleinen Sundes und eine Linie von Mööns Südostecke über Pater-noster nach dem Leuchtfeuer der esthländischen Halbinsel Werderdie Grenze dar. Der Flächeninhalt des Rigaschen Busens beträgtinnerhalb der angegebenen Grenzen 290 Meilen.

Sehr unbedeutend im Vergleich zu diesen beiden grossen Unter-abtheilungen der mittleren Ostsee ist die dritte und letzte, d. h.

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