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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
Entstehung
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II. Geologisches.

Entstehung der Steingründe.

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sie, wenn kein Ersatz für das verlorene Material geschaffen wird,in relativ kurzer Zeit völlig verschwinden. Ihre Stelle wird dannnur noch durch eine mit Steinen bedeckte Untiefe des Meeres-bodens verrathen werden. Von allen Inseln der Ostsee rufenSprogö, Wallfisch und Greifswalder Oie am meisten den Gedankenwach, dass auch sie, wenn die jetzigen Verhältnisse fortbestehen,einst nur Steingründe darstellen werden, zu denen ja schonder Anfang durch die im Verhältnisse zu der Grösse derobigen Inseln sehr bedeutenden Steinriffe gemacht ist. EhemaligeInseln, bei denen man in historischer Zeit die Umwandlung in eineSteinbank bemerkt hat, sind die jetzige Varnow-Bank 1 ) im WiekerBodden der Insel Rügen und die vor der Wohlenberger Wiek ge-legene Lips, -welche 1669 noch als Grasholm bezeichnet wird undselbst zu Anfang dieses Jahrhunderts noch grün bewachsen gewesensein soll, jetzt aber in Folge von Abspülung nur noch eine Bankist, von der bei mittlerem Wasserstande eine unbedeutende Strecketrocken liegt 2 ).

Völlig zerstörte ehemalige diluviale Inseln sind am häufigstenin den auch jetzt noch so inselreichen Theilen der westlichen Ostseeanzutreffen und zwar werden sie nach Analogie der Küstenriffe ingrösster Anzahl in den Gewässern zwischen dem Grossen Belte undder östlichen Ostsee gefunden, weniger zahlreich im fünenschenRandgewässer. Hier mögen nur die wichtigeren der in den freierenGewässern gelegenen Steingründe Erwähnung finden: 3 )

In dem mittleren Theile des Kleinen Beltes liegen die Holst-und die Schönheyder Bank, in dem südlichen und zwar östlich vonAlsen , von Norden nach Süden gerechnet, der Lang- und Lille -Grund, der Alsenstein und der Grund Söndre-Stenrön. Vor demEingänge in die Flensburger -Bucht trifft man den Breitgrund undinnerhalb derselben zahlreiche insuläre Steingründe, wie den Mittel-und Madsens-Grund, die Heltsbank und den Neukirchen-Grund.Der Eckernförder-Bucht ist der Stoller Grund vorgelagert, und nichtunbeträchtlich ist die Zahl der Steinbänke in der Mecklenburger- Bucht . Nahe der holsteinschen Küste liegen hier die Sagas-Bank

5 ) P. Lehmann, a. a. O. S. 31.

2 ) Boll, a. a. O. S. 247.

8 ) Zusammenstellung auf Grund der Küstenbeschreibungen des Segelhandbuchsfür die Ostsee , Theil I.