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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
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II. Geologisches. - Strandseebildung.

gesetzt, so im fünenschen Randgewässer x ) die Inseln Avernakö undDreiö, welche beide aus je zwei mit einander durch schmale Allu-vialstreifen verbundenen Inselkernen bestehen, während Avernakösich ausserdem noch sowohl an seinem nordwestlichen, wie auch anseinem südöstlichen Ende durch andere Alluvionen vergrössert hat.Der Avernakö zunächst gelegene Punkt Fünens gehört gleichfallsaller Wahrscheinlichkeit nach einem Inselkerne, dem bis 30 m hohenKnold(en) an, der nur äusserst lose mit dem Hauptlande Fünen verbunden ist. In dem nebst dem fünenschen Randgewässer insel-reichsten Theile der westlichen Ostsee, der See der Smaalande,fehlen dagegen Inseln, welche aus Inselkernen und alluvialen Partienzusammengesetzt sind, gänzlich, obwohl der Anfang zu solchen Bil-dungen von der Natur bereits gemacht worden ist, denn die InselnRaagö und Raagö-Kalv, sowie die Inseln Fäjö und Skalö besitzenwenigstens zur Zeit des niedrigen Wasserstandes einen trockenenZusammenhang. An der Grenze zwischen diesem Meerestheile unddem Grossen Belte trifft man dagegen die Inseln Agersö und Omö,welche Inselkerne enthalten. Agersö hat sich nach Südosten ver-grössert und eine schmale (alluviale) Partie verbindet es in dieserRichtung mit dem anscheinend nicht-alluvialen Egholm; die andereInsel wird (in n° 10' Greenw. Länge) von der einen Küste bisfast zur anderen von einem See durchzogen, so dass hier der Ge-danke an einen auf beiden Seiten verschlossenen ehemaligen Meeres-kanal sehr nahe liegt 2 ).

b. Die einzelnen Stadien der Strandsee-Bildung.

Will man die Gebilde der abdämmenden Meeresthätigkeit inihren einzelnen Stadien noch genauer klassificiren, so liegt zunächstder Gedanke sehr nahe, eine Unterabtheilung derselben daraufhinzu begründen, ob ein abgeschlossener Meerestheil nur durch alluvialeoder auch ausserdem noch durch nicht-alluviale Partien vom Meeregetrennt wird. Es dürfen jedoch bei der Frage, zu welcher Unter-abtheilung dieser drei Stadien ein abgeschlossener Meerestheil ge-hört, nicht ausschliesslich morphologische Betrachtungen auf Grundvon Karten massgebend sein. Denn wenn man auch die geologischeBeschaffenheit der vorgelagerten Inseln erfahren hat, bleiben dochnoch andere Schwierigkeiten bei dieser Klassifikation übrig.

A ) Deutsche Admiralitätskarten.a ) Deutsche Admiralitätskarte Nr. 46.