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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
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61
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II. Geologisches.

Umformungen eines Strandsees.

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Ferner ist die Insel Möen reich an solchen Strandmooren, be-sonders an ihrer Südküste, jedoch haben dieselben nur eine geringeAusdehnung. Die bedeutendsten sind das Odder und das HolmerMoor 1 ).

An kleineren, theilweise sehr kleinen Strandmooren, die ent-weder ganz ohne Wasserbecken sind oder doch nur teichartig kleineWasserflächen enthalten, ist übrigens an der deutschen Ostseeküstekein Mangel. Man trifft auf der Strecke von der dänischen Grenzebis zum Eingänge in den Alsensund deren 17, auf der Insel Alsen 25, an der übrigen schleswigschen Küste 29, an der NordküsteHolsteins 9, an der Ostküste Holsteins 8, an Mecklenburgs Küstewestlich von Wismar 6, auf der Insel Poel 2 und an der übrigenmecklenburgischen Küste 13.

Von allen bis jetzt angeführten Strandmooren unterscheidensich zwei andere deutsche dadurch, dass ihnen neben alluvialen Bil-dungen auch ehemalige Inseln nach dem Meere hin vorgelagertsind. Das eine derselben liegt an der Westküste der Putziger Wiek hinter der Oxhöfter Kempe; das andere ist das Wiesenthalder Ziese zwischen dem sog. Lande Wusterhausen und dem eigent-lichen Neuvorpommern.

Daneben ist ein sehr grosses Moor an der Nordwestecke Möenszu erwähnen (in seinen einzelnen Theilen Gammelsee-Moor, Magie-Moor etc. genannt), das sowohl an die östliche, wie an die west-liche Ostsee grenzt und dadurch entstanden ist, dass der nordwest-lich vom Hauptlande Möen gelegene Inselkern Ulfshale auf beidenSeiten mit demselben verbunden wurde und dass der hierdurch ge-schaffene Strandsee völlig vertorfte 2 ). In Schweden ist eine zu dieserKategorie gehörige grössere Strandwiese zu nennen, welche sichvon der Kämpinge-Bucht im Süden bis zur Hölle-Wiek im Nordenan der Stelle ausdehnt, wo jene von Osten nach Westen gerichteteHalbinsel, auf der Falsterbo und Skanör liegen, sich an den Haupt-körper Schwedens anschliesst. Der bei weitem grösste Theil derFalsterbo-Halbinsel repräsentirt also einen Inselkern 3 ).

Strandmoore mit kleineren Wasserbecken. Weit zahl-reicher als die vorstehend erwähnten Strandmoore sind solche, diezwar noch ein grösseres Wasserbecken einschliessen, dessen Areal

*) Puggaard, Geologie der Insel Möen, Karte.

S ) Puggaard, a. a. O., Karte

3 ) Deutsche Admiralitätskarte Nr. 55.