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Beiträge zur physischen Geographie der Ostsee / von Carl Ackermann
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131
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II. Geologisches.

Schlussergebnisse.

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Letztes Drittel.

I. Senkungen dauern vielleicht auch jetzt noch an denKüsten Pommerns und der russischen Ostseeprovinzenfort. Dagegen verkleinern

II. Hebungen mehr und mehr die östliche Ostsee anden skandinavischen und preussischen Küsten.

Prähistorische Alluvial-Periode.

Erste Hälfte.

I. Senkungen finden statt

a. im Gebiete der heutigen westlichen Ostsee, die erstin Folge derselben entsteht. Die Ostsee wird auseinem Landsee ein Binnenmeer;

b. zwischen Rügen und Schonen, wodurch die Land-verbindung zwischen dem europäischen Rumpfe undSkandinavien zerrissen wird;

c. an den Küsten des kurischen Haffs, wodurch dieserStrandsee, sei es nun auf die eine oder die andereWeise, geschaffen wurde;

d. vielleicht noch an den Küsten Pommerns und derrussischen Ostseeprovinzen (Entstehung der Insel-kerne etc.); vielleicht hat aber hier die Senkungschon in der letzten Epoche des Diluviums ihr Endeerreicht.

II. Hebungen finden statt in Schweden , mit Ausnahmevon Schonen, in Finnland und, wofern die Senkungenan den Küsten der russischen Ostseeprovinzen bereitsgegen den Schluss der Diluvialzeit ihr Ende erreichthaben, möglicher Weise auch an der Südküste des finni­ schen Busens und in der Oeselschen Inselgruppe.

Der Vollständigkeit wegen sind noch die von der Frage, obGletscher- oder Drifttheorie, unabhängigen Veränderungen in derzweiten Hälfte der prähistorischen und in der historischen Alluvial-periode nachstehend zu gruppiren:

Zweite Hälfte der prähistorischen Alluvialperiode.

I. Die Meereswellen unterwühlen die Steilufer, bildenBuchten zu Strandseen um, verknüpfen Inseln unter ein-ander oder mit dem Festlande und zerstören zuweilenihre selbstgeschaffenen Alluvionen wieder.