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Sporn liegt in dieser rühmlichen Arbeit der Väter, einst mitzu-helfen an den notwendigen Verbesserungen und Ergänzungen !
Wer könnte beispielsweise den Geinmipass begehen, ohnemit Hochachtung der wackeren Walliser und Berner zu ge-denken, die vor 150 Jahren den wunderbaren Schlangenwegin die trotzige Brust des steilen Berges geschnitten haben.Tausende wohl haben im Stillen die kühne Tat gepriesen undden Segen erkannt, der in solchen Werken liegt.
Die vielen Verkehrswege und Verkehrsmittel haben u. A.die gute Folge, dass die Zufuhren von Rohprodukten, Nahrungs-mitteln u. s. w. aus dem In- und Auslande rasch und verhältnis-mässig billig stattfinden können; je leichter die Zufuhr, destokleiner die Transportkosten; je geringer die Transportkosten,desto billiger die Ware. Das ist für ein Land, das in dem Maassewie die Schweiz auf ausländisches Getreide und auf industrielleArbeit angewiesen ist, von grosser Bedeutung. Wenn vonzwei industriellen Ländern, welche ihre Industrie-Erzeugnissein fremden Gebieten abzusetzen suchen, das eine billige Zufuhrenhat, das andere teurere, so wird das erstere immer im Vor-teil sein ; denn es kann seine Fabrikate um so viel billigerim Ausland anbieten, als es weniger für die Zufuhr der Roh-stoffe und Halbfabrikate bezahlt hat. Auch der Fremden-verkehr muss, wenigstens hat es so den Anschein, proportionalmit der Ausdehnung und der Qualität des Verkehrsnetzeswachsen. Die Schweiz hat also sehr gute Gründe, ihremVerkehrswesen alle Aufmerksamkeit zu schenken.
Das Postwesen, der Telegraphen- und der Telephon-dienst wird von Staatsbeamten und -Angestellten besorgt;meistens auch die Erbauung und der Unterhalt der Land-strassen. Die Eisenbahnen sind meistens das .gemein-same Eigentum vieler Personen (Gesellschaften), werden abervermutlich mit der Zeit, wie es schon in manchen anderenLändern der Fall ist, auch in der Schweiz Staatseigentumwerden. Die erste Eisenbahn auf Schweizergebiet entstandim Jahre 1844 zwischen Basel und dem Grenzort St. Ludwig