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Die Sintfluthsagen / untersucht von Hermann Usener
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I Die sintfluthsagen

in der südwestlich vom Kopaischen see gelegenen landschaftverehrten TTpaEibiKOU galten als töchter des Ogygos. Sonst istdas adjectivum im alterthum kaum anders als in der be-deittung .'uralt empfunden worden, ebenso wie das sprach-lich verwandte diyevtoi und mit ähnlicher bedeutungsge-schichte Kpövioi ; zum ersten könig der götter 1 hat manden Ogygos wohl erst durch einen rückschluss aus dieserabgeleiteten anwendung gemacht. Denn'ßyu'fOi; undQyf|vlassen sich so wenig von einander trennen wievonßKeavöi; 2 , wenn es auch noch nicht gelungen ist, einebefriedigende herleitung der lautlichen Verschiedenheit zufinden. Aber von der Ogygischen fluth verrathen die er-haltenen schriftsteiler classischer zeit keine künde; erst beispäteren gelehrten 3 vernehmen wir, dass diese fluth das

1 schol. Hes. Theog. 806 vgl. Buttmann Mythol. 1, 207.

2 Hesiod Theog. 806 XxuYÖq dcpOixov ö&uupQyuYiov steht gleichmit Parthenios fr. 7 (Meinekes Anal. Alex. p. 264, hei Stepli. Byz.705, 16)ß^evirii; Xxuyöi; ö&uup. Hier ist denn auch der Zusammen-hang der worte mit dem götterstrom Okeanos (der Seüüv

dem Ursprung der quellen (Eurip. Hippol. 121Qiceavoü xiq ö&uupöxdjouaa ir^Tpa), nahe gelegt, ebenso im nainen der Kalypso-inselßYOY'li 4er, wie v. Wilamowitz (Homer , unters, s. 16 f.) treffend ge-zeigt hat, ursprünglich (Z 172 vpoou dir djYUYhlO nur ortbezeichnen-des adjectiv war; vgl. auch Völeker Mythol. des Japetischen geschlech-tes s. 70 f.

3 Julius Africanus bei Eusebios praep. ev. x 10 p. 488 d^-You toö irap 4kivok; aüxöxöovoi; maxeuOAvxoq, ecp y^T ov£v 5peY«? Kal trpüiToc iv xr)AxxtKi) KaxaKAuopö? 489 b , Qy u T 0V j 8? toüupuüxou KaxaKXuapou Y^YOvev ^Ttuuvupoq, iroAXüiv &ia<p0ap£vxuuv &ia-au>6dq 490* pexa &£ 'Qyuyov &ia xf;v äxro xoO KaxaKXuCpou TroXXf)vqpöopäv äßaaiXeuxoq Speivev 1 ) vövAxxiKf; g£xP l K^Kpoitoq £xr| pirO.Chronic. 1 p. 179 f. und II p. 17 bo ed. Schoene (Synkellos p. 280 f.Bonn .) vgl. Servius zu Verg. buc. 6, 41. Africanus beruft sich 489*auf oiA0r|vaiiuv iaxopoüvxec; 'PXXdviKÖi; xe Kai dUAöxopoq 6 xaqAxOi&ac (fr. 8 p. 385); iiberVarro s. HKiittner, Varron. Studien s. 64fr. 2. Nonnos Dion. 3, 2048 erwähnt die Ogygische fluth als erste,aber gibt keine einzelheiten ausser der farblosen Übertreibung, dass'die höhen des Thessalischen felsen und der gipfel des Parnass damalsüberfluthet gewesen seien.