Eigennamen auf -kXoc -KXr|<;
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finden, so haben wir daraus eben zu entnehmen, dass diealte bildungsweise bei den Makedoniern so lange erhaltengeblieben war.
Aus diesem geschichtlichen Verhältnis« von -xXr|? zu-xXo? ergibt sich weiter, dass die endung -xXr|? (-xXeFe?) nursecundäre fortbildung von -kXo- ist; eine mittelstufe habenwir in -xXe(F)a? kennen gelernt. Denn dass die endung-xXo? durch Synkope oder 'Verkürzung 5 aus -xXr|? entstandensei, ist zwar schon im alterthum zb. von Herodianos (t. IIp. 243, 5 L.) behauptet und von neueren, wie HDiintzer (zuHom. E 59) wiederholt, aber nicht bewiesen worden. Wirdürfen abwarten, bis der beweis für das undenkbare er-bracht werden wird. Und undenkbar ist es, dass xXeFetf- zukXo- umgebildet, dass daraus feminina auf -kXuu wie MeYaxXwXapixXu) abgeleitet werden konnten, um von bildungen wie’ApuxXa? zu schweigen.
Wie die ursprünglichen bildungen auf -xXo? aufzu-fassen sind, darüber wird man angesichts des Wortes Mdv-TixXo? kaum noch zweifeln können. Die anwendung des-selben als cultbegriff des Herakles versteht sich nur, wennMavrixXo? damals noch ein flüssiges appellativum, nichtein starrer eigenname war. Der Messenische selier diesesnamens entstammte einer familie, in welcher die kunst derWahrsagung erblich war; und der name, der dem jungenerbhalter in der wiege gegeben wurde, war ‘der kleineseher 5 . Leicht wird man nun auch in Worten wie "Avbpo-xXo? TTaTpoxXoq, auch AripoxXo? AtoxXo? Oe'oxXo? Gpaffu-xXo? deminutiva erkennen, und demgemäss "AixXo? auf "Au;,5 'ApcpixXo? auf 5 Ajuqpio<s ’Ajuqna? "Aptpi? "AvnxXo? auf ’Avriac;* 5 'Avti?, AävuxXo? auf Aav(ct)F6? (Göttern. 206), AöpuxXo?unter vergleichung von Aoupi? Aopicfxo? auf böpu, ’Exeo-xXo? auf exeö? vgl. ’Exewvö? ’Exetuveü?, "IqpixXo? auf ’lcpi?vgl. "Icptxo?, "OvoxXo? oder vielmehr OtvoxXo? auf ovo? bezw.OTvo? (name des Dionysos ), XxoivtxXo? auf ZxoTvo? vgl. Xx 0l_
1 s. Götternamen s. 355 Stoff des griech. epos (Sitzungsber. d.Wiener akad. 1897 b. 137) s. 41.