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II Deukalion
veu? zurückführen. Den anstoss zur Umbildung dieser worte,die schon in der zeit der epischen dichtung begonnen hat,konnten die zahlreichen wirklich mit xXecx; zusammengesetz-ten eigennamen geben, welche im umlauf waren, wie TTavTCt-KXfji; TTcKTiKXrjq TepquKXri«; ’lffOKXfj? usw., und nachdem ein-mal die endung ins schwanken gerathen war, hat man offen-bar auch auf echte Zusammensetzungen mit xXeoq die ana-logie missbräuchlich angewandt und zb. statt ’ExexXrii; <t»epe-KXrjq TriXeKXfji; aus metrischer bequemlichkeit sich ’'€x eK ^ 0l Sd>epeKXo? TriXeKXo? zu sagen erlaubt.
Ich durfte die ältere endung -kXo- ohne weiteres alsdeminutivsuffix bezeichnen, da jedem das lateinische suffix-culo- geläufig ist, das häufig, besonders in der Volkssprachedie Synkope -clo- zulässt; es ist zur beurtheilung unseres -kXovielleicht nicht unerheblich, dass auch volles lat. -culo grie-chische schriftsteiler zu synkopieren lieben: Asculum *Aö'kXoi;,Tusculum TudKXoq, Proculus TTpÖKXoq (s. 56). Der griechi-schen spräche hat man dies suffix lange abgesprochen, bisGeorg Curtius (Studien I 1 s. 259 f.) spuren desselben mitvollem vocalismus in YpouJKaXoq und ößpiKCtXa (Aisch. Agam.143) oder ißpixaXoi : xoTpoi (Hesych.) nachwies. Wir könnennun den resten des vollen -KdXo- die fälle des synkopierten-kXo- zur seite stellen. Aber auch für die volle form 1 er-wächst, nachdem wir unseren blick für die eigennamenauf -KXrjq geschärft haben, ein weiterer beleg von einigeminteresse.
2 Was heisst 'HpaxXfjq? Nach der vorherrschendenansicht des alterthums war der held so benannt worden,weil er durch die feindseligkeit der Hera zu seinen gross-thaten veranlasst und berühmt geworden sei 2 . Das klingtwie ein schlechter witz, mit dem man sich aus der Ver-legenheit zieht. Herakles ist vieler orten auch als gott ver-
1 Nur als vermuthung kann ich es hersetzen, dass die attischennamen ApdicaXo<; CIA I n. 433 I 21 und ApaxaXiuiv ebd. 443, 12 viel-leicht auf SpaK-KCiXo- zurückgehen könnten.
2 s. Prellers Gr. myth. II 3 158, 1.