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Die Sintfluthsagen / untersucht von Hermann Usener
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V Fisch

führen, welche eine menschengestalt auf dem delphin reitendoder liegend darstellten. Es war zu natürlich, dass auf diesebilder, nachdem sie für den cultus bedeutungslos gewordenwaren, die namen von helden geläufigerer sagen übertragenwurden; für uns können diese benennungen nicht maass-gebend sein. Das denkmal auf dem Tainaron 1 ist schon vonHerodot als weihgeschenk des Arion für seine glücklicherettung gefasst worden; ja, Herodot konnte sich dafür aufdie übereinstimmende sage der Korinthier und Lesbier be-rufen. Auf der fahrt von Tarent her soll dem Arion dasabenteuer begegnet sein: wie auf dem Tainaron, wo derdelphin den Sänger ans land brachte, so gab es auch zuTarent ein denkmal eines delphinreiters 2 ; und in keinergriechischen stadt ist dies bild so regelmässig wie in Tarent als münzstempel benutzt worden. Die münzen von Iasos 3in Karien zeigen uns auf der rückseite meist einen epheben,der den linken arm über den delphin geschlungen mit ihmschwimmt: wir hören, dass auch zu Iasos das denkmal einesdelphinreiters zu sehen war. Zweifellos ist die göttlichkeit beiden denkmälern, worin der reiter ausdrücklich als Melikertesoder Palaimon bezeugt ist: an dem wege von Korinth nachder hafenstadt Lechaion war mit Poseidon und Leukothea

1 Herodot 1, 24 KaiApiovoq ihm dvdöripa xaAKEOv p^pa4 ttI Taivdpw, £ui beXqnvoq iirtdiv dv0pwTTO<; vgl. Pausan. in 25, 7 Plut.VII sap. conv. 18 p. 160ef. Progymnasmata in Walz ltliet. gr. 1, 271.538 usw. (Welcker Kl. sehr. I 91, 14). Den vollständigsten überblicküber die Überlieferung gibt KKlement, Arion s. 415. Dass das denk-mal im bekannten heiligthum des Poseidon gestanden, wird nirgendsgesagt.

2 Probus zu Verg. georg. 2, 197 p. 50, 14 K. 'nam in municipioTarentinörum hominis effigies in delphino sedens est 1 .

3 Cat. Brit. Mus-, Caria taf. xxi 14. 67 vgl. p. 124 f. nxf.unsere münztafel n. 9. Diesen münztypus bezeugen Plutarch de soll,an. 36 p. 984 f. Pollux 9, 84; Aelian bist. an. 6, 15 bezeugt zugleichdas denkmal:laaeh; . . . du<pr|vav rdcpov koivöv thpaiou peipaKiouKai beAcptvoc; ipumKoü Kai OTr]Ar|v Lr^<W|CjaV Ka\ö<; Trat? vuTreüujvtut beAcpivot; rjv' Kai vöpiapa dp-fupou Kai x«XkoO eippdaavTO KaitvtÖAaaav arpaetov dptpoiv ud0oi;.