in der legende des h. Lukianos
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anf und begibt sich mit einigen freunden an die bezeichnetestelle. Und in dem augenblick tauchte auch bereits einriesiger delphin aus dem meere auf, und als er in seinerganzen länge auf der Oberfläche des wassers war, schnob ergewaltig und schwamm dem trocknen land zu, und das meerschäumte und zischte rings um ihn, da die wellen fortwährendsich an ihm brachen. Auf seinem rücken aber trug er denleichnam ausgestreckt, wie auf einem bette ruhend, und es warein wunder zu schauen, wie auf einem so glatten und rundenkörper die leiche unbeweglich blieb. Als dann aber derdelphin hart am festland von der welle hoch in die höhegehoben und aufs trbckene gekommen war, da hat er imselben augenblick, wo er seine biirde abgesetzt, sein lebenausgehaucht. Der leichnam aber lag auf dem sande wohl-behalten und unversehrt, nur dass die rechte hand, an welcheder stein angebunden gewesen, nicht mit dem körper ausdem meer gekommen war. Einige sagen, die hand sei inder tiefe des meeres verblieben, weil gott es so gewollt;andere, später sei auch sie zum Vorschein gekommen, nach-dem der strick sich von ihr gelöst; man habe sie dann demleichnam angefügt und sie sei mit demselben wieder zu-sammengewachsen. Dass aber in Wahrheit ein delphin ihnaus dem meere hervorgetragen hat auf die angegebene weise,scheint ganz sicher zu sein, da viele Zeitgenossen dieses Vor-gangs erwähnung gethan haben, und ich selbst kenne nochvon meiner kinderzeit her ein lied, das auf ihn gesungen' wurde, dessen Schluss so lautet:
und der fisch, auf dem rücken die bürde,verschied, da ans land er sie brachte’ 1 .
Die frommen betrachtungen über dies wunder könnenwir überschlagen. Aber volle beacht.ung verdient noch, was
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