in der legende des h. Lukianos
175
Helenopolis wurde sitz eines bischofs; ich brauche nur anPalladios , den Verfasser der bekannten historia Lausiacazu erinnern. Noch im Zeitalter Justinians schmückte die statt-liche Lukianoskirche die stadt: Prokopios, der des kaisersVerdienste um die öffentlichen bauten von Helenopolis sodarstellt als habe demselben der gründer eigentlich alles zuthun übrig gelassen', wusste nicht einmal von einer restau-ration der kirche zu berichten. Die Zollfreiheit wird nochin der zeit des Herakleios als fortbestehend erwähnt.
Diese kaiserlichen gnadenbezeugungen verdankte dasehemalige Schifferstädtchen in der that der rasch aufge-blühten Verehrung des grossen kirchenlehrers Lukianos , demselbst sein unläugbarer Zusammenhang mit den führern derArianischen partei den heiligenschein zu verdunkeln nicht imstand war. Der kundige bericht der legende, deren Verfasser indieser landschaft Bithyniens seine jugend verlebt hatte, wirdin dieser hinsicht auf das bündigste bestätigt durch Hiero nymus und die Paschalchronik (s. 174, 2). Und nun erzähltder bereits um das j. 368 geborene Philostorgios * 1 2 3 * * * * , dass He-lena aus keinem anderen grund den ort lieb gewonnen, alsweil 'der h. Lukianos dort nach seinem märtyrtode von einemdelphin ans land gebracht worden sei’ 8 . Da haben wir ein
toO vOv £u)? cpavepä? iKpioxni upö Tr)? TröXein? ei? Tipf|v tou üyioupdprupo? Aouiaavoü drdXeiav, vgl. Sokrates h. eecl. i 17 anf. I 18, 13Sozomenos h. eccl. u 2 am ende.
1 Prokop, de aedif. v 2 t. III p. 311 f. Dind.
2 s. Jac. Gothofredus zu Philost. prol. p. 5 f.
3 Philost. h. eccl. II 13 öti, (priaiv, f| toü ßamXduj? Kurvörav-•rivou gr) Tr lP '€Xdvr| Lri xCp aröpcm toO Trj? NiKoppbeia? köXitouwöXiv ibei/uaro LAevörroÄiv aiirffv i 7rovopdpaaa • dötrdaaaöai bi töXuipiov Kar’ äXXo ptv oübev, öti bi AouKiavö? 6 pdpru? ticetae tuxoi
pexd töv paprupiKÖv Bdvarov iitro öeXcptvoc iKKopio0el?. Wenn Pro-
kopios ao. Drepane zur heimath der Helena macht (£k TOCUTt]? ydpTf|v '€X£vr|v ihppfjoöai (paaiv) und darin den anlass der gründung
und benennung sucht, so ist das eine blosse vermuthung. Woher
Helena stammte, hat keiner gewusst ausser ihr selbst, wenigstenskein geschichtschreiber; man sehe auch Jllurckhardt’s Constantin
s. 349, 2.