vom himmlischen schätz
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dient hervorgehoben zu werden, dass diese Vorstellung nichtetwa abgeleitet oder nachträglich zum bewusstsein gekommenist, sie liegt bereits im Rigveda offen zu tage. Eine zeit,deren reichthum der herdenbesitz ist, stellt sich diesenschätz als eine rinderherde vor; seitdem edelmetalle bekanntund gesucht sind, besteht er aus gold und geschmeide; inirdenem fasse oder einer truhe eingeschlossen verwahrt ihnZeus , und vertraut ihn wohl auch, um diesen auf die probezu stellen, einem menschen an 1 ; oder er ist, wie nicht nurin deutschen märchen und sagen (warum ist Hades der'reiche’ gott , Pluton?) unter der erde, meist im berg, gebor-gen und nur der Zauber der springwurzel oder eines Wortesvermag ihn zu erschliessen. Die Delphier, zeitig an die kost-
aperiatis thesauros pluuiae’ Henochbuch c. 11, 1 in den Sitzungsberr.d. Berl. Akad. 1892 p. 1083, 29 dvoiSm tci xapieia xpc; eükoHa? rd övxa4v xü) oüpavCi) Leontios leben des Johannes Eleem. 7 p. 15, 4 GeizerToix; dpuGprout; ©poaupoix; xoO Kupiou usw. Schon im Bigveda heisstIndra 'aller schätze schatzgebieter’ (iv 17, 6), der ‘schatzbewahrer’(v 30, 2), der 'schatzgewinnende’ (v 39, 1) der 'schatzerbeuter’ (ll21, 3), ‘der einzige schätzeherr der schätze’ (VI 31, 1) usw.
1 Babrios fab. 58 ZeO? tv tuOuj xd xppOTa irdvxa auW^a?
£0pK6v adTÖv uuupdaai; trap’ dvOpiümp kt\.Euripides spricht daher von 'des Zeus goldreichem haus’ (Zpvö? iro-XuXpuöov oIkov Hipp. 69); allgemein wird Zeus als segensspenderökßioi; Kxpoioc, ttXoüoioc; verehrt; daher der eigenname Aiacp^vpi;'Zeusgesegneter’ von acpevoc; bei Pottier et SBeinach, La necropolede Myrina 1, 116 n. 18. Das götterland hiess auch Eüßoia, weil dortdie himmlische rinderherde weidet: von dieser geltung des Wortes hatsich die erinnerung noch in die Odyssee p 321 f. gerettet. In derHesiodeischen Pandora-episode Werke 94 ff. ist die alte anschauungverschoben, statt der güter sind die übel im fasse eingeschlossen der-gestalt, dass sie so lange gebannt sind, als nicht die neugier desweibes sie entfesselt; ähnlich in der erzählung vom tyrannen Dionysiosvgl. Meineke Anal. Alex. p. 356 und in der geschichte von der pestder j. 165. 166 n. Chr. bei Iulius Capitol, u. Veri c. 8. Anwendungensind der windschlauch des Aiolos oder die Gpoaupol xthv ävdpwvTrdvxujv des Henochbuchs 18, 1 (Berl. Sitzungsb. p. 1087, 5), die 0p-aaupoi xujv öaxfpuiv (lies daxpairüiv) Kal xujv ßpovxüiv ebend. 17, 3(Sitzungsb. 1086, 34).