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VII Ergebnisse
wölken ragt und den Zugang zum himmel gestattet, vielleichtgeradezu, wie der griechische Olympos, als Wohnsitz der göttergedacht war.
Es ist sehr wichtig, dass hierbei der Steuermann nichtvergessen wird, der auch auf den götter- und geisterschiffender Griechen eine so bemerkenswerthe rolle spielt. Phaonund Charon , Nausithoos und Phaiax (s. 215) sind uns schonbekannt. Ebendahin gehört der mythische Steuermann derArgo, Tiphys aus Thespiai in Böotien, den Athene selbstzur theilnahme an der fahrt bestimmt haben soll *: begriffund name waren festgestellt, bevor das griechische volk sichvon dem thrakisch-phrygischen zweige geschieden hatte.Denn Tiphys wurde auch in Bithynien verehrt, in dem ge-biete der Mariandyner sollte er gestorben und begrabensein; sowohl in Bithynien wie in Phrygien und Paphlagonien war der davon abgeleitete, in Griechenland oft sklaven jenerherkunft beigelegte name Tibios heimisch 1 2 . Ursprünglichallgemein geisterhafter fährmann wurde er einerseits Steuer-mann der Argo, anderseits führer des todtenschiffes: diesglaube ich voraussetzen zu dürfen, wenn er im griechischenVolksglauben als Urheber des alpdrückens galt 3 .
Während die indische und griechische sage das ur-sprüngliche ziel der fahrt, himmel und götterland, dadurchverwischt haben, dass sie den Schwerpunkt auf eine beson-dere leistung des lichtgottes, die Schöpfung des menschen-geschlechtes legten, ist in dem berichte des Berosos das
1 Apollon. Argon. 1, 105 ff. Verg. ecl. 4, 34 usw. Tod und be-stattung: Apoll . 2, 853 ff.
2 Nach thrakisch - phrygischem lautgesetz wird Tup- zu xiß-.Als paphlagonischer eigenname wird Tibios von Strabon xil p. 553bezeugt; zu seiner geltuug als sklavenname vgl. dens. vn p. 304Theophr. charakt. 9 Lukian philops. 30 de saltat. 29 Galen t.xp. 4K.;für Phrygien zeugt Stephanos Byz. p. 622, 12 Paroem. Gotting. Ip. 431, 18 (Suidas II 2 p. 1118, 9 Bernh.).
3 Didymos im schol. Aristoph. vesp. 1038 (’HiriaXoi;) haipwv,bv ’HmdXrjv Kai Tkpuv Kal Eöötrav KaXoOai.