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Zweiter Band.
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Turmalinisirung und Topasirung des Nebengesteins.

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Knotenglimmerschiefer. Auch in den höchst umgewandelten Gliedern der SteigerSchiefer ist der weiter draussen vorhandene Turmalin nicht zugegen.

Neben einer Turmalinisirung des durchbrochenen Nebengesteins ist aucheine Herausbildung von Topas in demselben beobachtet worden. Der berühmtesog. Topasbrockenfels des Schneckensteins gehört der durch den Eiben-stocker Turmalingranit contactmetamorphisch veränderten Phyllitformation an.Der Schneckenstein bei Auerbach im Vogtlande ist eine fast 24 m hohe Fels-klippe, 4 km s.ö. vom Bahnhof Hammerbrück und bildet den freigelegten Resteines Ganges von Reibungsbreccie, deren Hauptmaterial aus meist plattenförmigenund scharfkantigen, gewöhnlich faustgrossen Bruchstücken eines ebenschieferigenund dünnschichtigen Schiefers besteht, der aus dünnen feinkörnigen Quarzitlagenund solchen von feinfaserigem, radialstrahligem und filzigem Turmalin zusammen-gesetzt ist. Die verkittende Mineralmasse besteht neben weissem Quarz in ersterLinie aus weingelbem Topas, welcher sowohl ein körniges Cäment als auch diebekannten, frei in die Hohlräume ragenden Krystalle bildet, ferner betheiligt sichdaran schwarzer Turmalin in zarten Nädelchen, Zinnstein, der auf dem Quarzsitzt, namentlich aber noch Steinmark, welches auch pseudomorph nach Topas vorkommt. Der Topas beschränkt sich jedoch nicht auf Verkittung der Turmalin-schieferbruchstücke, sondern drängt sich in die letzteren Fragmente derart ein,dass er einzelne Turmalinlagen derselben völlig ersetzt, so dass Topasquarz-schiefer entsteht, bei dem die Topaslagen ihre Individuen oft weithin gleichsinnigorientirt aufweisen. So sieht man Turmalinlagen nicht selten nach einer Richtunghin in Topaslagen übergehen, oft mikroskopische Topaskörnchen bereits inner-halb der Turmalinlagen angesiedelt. Auch an anderen Orten in der Nachbar-schaft hat eine ähnliche Topasirung des Turmalinschiefers stattgefunden, z. B.am Saubach, und zwar hier ausserhalb des Contacthofs von Spalten aus. Hierund in der Nähe des Schneckensteins sind auch gangförmige Quarzporphyre inder Weise topasirt, dass einerseits in den sonst zu Glimmer umgewandelten aus-geschiedenen Feldspathen sich Kryställchen und radialstrahlige Aggregate vonweingelbem Topas neben neugebildetem Quarz ansiedeln; diese zollgrossenOrthoklasformen bestehen bisweilen jetzt aus einem rechtwinkeligen Gitter vonsecundären Quarzkryställchen, dessen Maschen durch Topasaggregate ausgefülltsind. Andererseits wird auch der Feldspath der Grundmasse durch Topas (undQuarz) stellenweise völlig verdrängt, während nebenbei etwas Zinnstein darinentsteht (Schröder, Sect. Falkenstein 1885. 40). Zufolge Groddeck kommenauch am Mt. Bischoff in Tasmanien Turmalinquarzschiefer-Breccien wie amSchneckenstein vor, nur von viel feinerer Zusammensetzung; auf den Klüftenderselben finden sich Pseudomorphosen von Topas nach Quarz, welche stellen-weise Zinnstein beherbergen; ein Ersatz des Turmalins durch Topas scheint hiernicht stattgefunden zu haben. Auch treten hier in Verbindung mit den Zinn-erzlagerstätten topasirte Quarzporphyre auf, in denen aber eigentliche Pseudo-morphosen von Topas nach Feldspath , wie es scheint, nicht Vorkommen (Z. geol.Ges. 1884. 642. 1886. 370. 1887. 78; Ulrich, N. Jahrb. f. Min. 1877. 494).