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Zweiter Band.
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Bildung von Greisen und Turmalinquarzfels aus Granit.

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porphyr Uber und es kommen auch in einiger Entfernung von ersterer inmitten desPorphyrgebiets völlig analog beschaffene schwebende Gänge vor, woraus sich er-gibt, dass diese eben nicht als Schlieren oder unmittelbar während der Erstarrungdes Granits erfolgte Ausscheidungen aufgefasst werden können, sondern dass sieerst nach der Gesteinserstarrung ausgefüllte Gangspalten darstellen. Ausser diesenschwebenden kommen auch steilfallende Zinnerzgänge vor. Dieselben sind nicht,wie von früheren Autoren vermuthet, jünger, sondern gleichzeitig mit ersteren ent-standen. Beiderlei Gänge, insbesondere aber die steilfallenden werden von Greisen-zonen begleitet. Der Greisen repräsentirt auch hier, ebenso wie in Altenberg , einenvon Klüften und Gangspalten aus umgewandelten Granit (Dalmer, Sect. Altenberg-Zinnwald 1690; Z. geol. Ges. XXXIX. 1867. 819). Bei Schlaggenwald in Böhmen ist in der Nähe der Zinnklüfte zufolge (Rücker auch der Gneiss in Gneissgreisenumgewandelt; er besteht nämlich vorwiegend nur aus Quarz und Glimmer, führtZinnstein, Topas , Wolframit, Apatit, Flussspath (Jahrb. geol. R.-Anst. XIV. 1864.417). An der Südostküste des St. Michels-Mount in Cornwall zieht sich von denKlüften des G. aus beiderseits auswärts eine {1 Fuss breite Zone von dunkel-grauem Greisen (bestehend aus Quarz, weissem Glimmer, Topas , auch etwas braunemTurmalin), welcher dann allmählich in den G. übergeht; die Wände der Klüfte sindbesetzt mit Quarz, Zinnstein, Topas , Wolframit und Apatit. Auch auf der ostindischenZinninsel Banka sind in Verknüpfung mit G. Vorkommnisse von Greisen bekannt,mit welchen Zinnerzlagerstätten in Verbindung stehen. Bei Vaulry im Dep. deroberen Vienne finden sich unregelmässig gestaltete Greisenstöcke im G. (Michel Levy ,Bull. soc. geol. (3) III. 1675. 229). Im Morvan, s.w. von Emmery bildet wolframit-führender Greisen einen Gang im grauen Gneiss (Michel Levy , ebendas. (3) IV.1876. 754). In Thelemarken ist nach J. II. L. Vogt die Umwandlung des G. zuGreisen neben den Erzgängen eine sehr gewöhnliche Erscheinung; der Biotit des G.wird dabei zu Muscovit. Veluin berichtet von einem im s.ö. oberen Guyana inden Bergen Tumuc-Humac in Verbindung mit G. und Pegmatit auftretenden Greisen,welcher Turmalin, Wolframit, Zinnstein, Apatit, Titanit führt; in den Quarzenmikroskopische Rutile (Bull. soc. göol. (3) VII. 1879. 394).

Während der Turmalin in den auf S. 45 erwähnten Turmalingranitenwie auch in den meisten turmalinführenden anderen Abarten ein ursprünglicherGemengtheil ist, verhält es sich anders bei weiteren turmalinhaltigen Gliedern,welche namentlich aus Cornwall bekannt geworden sind, und wohl als ein unter be-sonderen V erhältnissen entstandenes UmwandlungsproductdesGranits gel-ten müssen. In cornischen Graniten stellt sich nach der äusseren Umgrenzung zuallmählich Turmalin theils in einzelnen Körnern und Nadeln, theils in Aggregatenvon stengelig-strahliger Zusammensetzung ein; es geschieht dies auf Kosten desFeldspaths und des Glimmers und so nimmt nach aussen zu der Turmalin fort-während an Quantität zu, bis an der Grenze der Granitmasse ein Gemenge blos vonQuarz und Turmalin vorliegt (sog. Schörl-rock, Turmalinquarzit, Turma-linfels). Der schwarze Turmalin in dem cornischen Schörl-rock wird meistensim Schnitt braun, doch sind auch gelbe, sowie blaue Farben nicht ungewöhn-lich; die braunen werden bei der Prüfung auf Dichroismus blass gelb, die blauenfast farblos grau; viele Krystalle erscheinen z. Th. schön blau, z. Th. braun,und Querschnitte weisen alternirende Zonen von braun und blau auf. Nachweis-lich ist der Turmalin im Stande, den Feldspath (unter oftmaliger Neubildung vonQuarz) zu verdrängen, wie denn schon De la Beche darauf hinwies, dass bei