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Zweiter Band.
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Elaeolithsyenit.

SiC >2 68,16; AI 0 O 3 20,50; K 2 O 6,62; Na 20 4,72 ( 100 ); da hierin das O.-Verh. =1 :4,1 : 15,2 ist, so entspricht die Analyse gar keinem Feldspath und verdiente eineWiederholung. Der Elaeolith, äusserlich sehr quarzähnlich, ist graulichweiss odergelbliehweiss mit geringem Fettglanz, der schwarze Glimmer in dünnen Blättchenlauchgrün und nahezu optisch einaxig. Grauer oder schön blauer Sodalith istmanchmal häufig. Weitere accessorische Gemengtheile sind: Zirkon von pyramidalemHabitus, Titaneisen in bisU Zoll breiten, 2 Zoll hohen Krystallen, Cancrinit, Apatit,Wöhlerit, Flussspath, Magnetit, Pyrochlor, Aeschynit. Von Miask dehnt sich dasGestein weit nach N. aus, und wird ö. von Granit, w. von Gneiss begrenzt, gegenwelchen hin es zum Theil seine granitische Structur in eine flaserige umwandelt.Im 0. nach dem Granit zu verliert sich allmählich der Elaeolith aus dem Gemenge,Hornblende stellt sich ein, mit Plagioklas oder etwas Quarz. Hach Muschketow istdas Gestein mit Glimmersyenit verbunden oder tritt mitten darin auf. Muschketowerwähnt auch Miascit mit tiefblauem Sodalith, graulichweissem Elaeolith und kaffee-braunem Zirkon aus dem Bezirk Serawschan im Quellgebiet des Flusses gleichenNamens in Turkestan .

G. Eose, Poggendorffs Annalen 1839. XLVII. 375; Eeise nach dem Ural ,II. 47. 95. 535. Breithaupt, Berg- u. HUttenmänn. Zeitg. 1858. Nr. 6 u. 1861.493. v. Cotta, ebendas. 1862. 73. Muschketow, Verhandl. Mineralog. Ges. zuPetersburg 1878. 9. 13. (Miask); Z. f. Krystallogr. IX. 1884. 579 (Turkestan ).

Im sildl. Grönland werden die Kittisut-Inseln, westlich von Friedrichsthal zwi-schen Nennortalik und Igikait nach Vrba von einem grobkörnigen Es. (von ihmEudialytsyenit genannt) gebildet; er führt auf der Insel Kikkertarsursoak oft zoll-grosse natronreiche Orthoklase, reichlichen prächtig gestreiften Plagioklas, gelblich-oder grünlichgrauen fettglänzenden Elaeolith, schwarze Hornblende, zwar äusserlicharfvedsonitähnlieh (nach v. Zepharovich 00 P = 123° 57') und auch in grossen Stückenleicht schmelzbar, doch mit nur 0,83 Na 20 , Eudialyt in blutrothen bis röthlichbraunennur wenige Millimeter grossen Körnchen, Magnetit, Apatit, kleine Glimmernester;Quarz ist nur äusserst spärlich, Zirkon fehlt; Hornblende durchspiesst in langenNadeln den Orthoklas (Sitzgsber. Wiener Akad. LXIX. 1874. 11). Ivigtut in Süd-grönland, feinkörnig, bisweilen grobkörnig; die Gesteine führen im Allgemeinenmeist leistenförmigen Orthoklas, Elaeolith, saftgrünen Aegirin, zweierlei Glimmer,radialstrahligen Cancrinit (wohl ein Umwandlungsproduct des Elaeoliths), wahr-scheinlich noch Pyrochlor und Sodalith (Stockh. geol. För. Förh. VI. 1883. 692).Im grönländischen Julianehaab-District, auf beiden Seiten der Fjorde Tunugdliarfikund Kangerdluarsuk steht ein eigenthümliches von Joh. Lorenzen untersuchtes Ge-stein an, welches er mit Steenstrup als Sodalithsyenit bezeichnet; die Haupt-gemengtheile sind: grünliehweisser Mikroklin, schwarzer Arfvedsonit (bis 9 Zoll lang,3£ Zoll dick, mit 8,15 NasO), Aenigmatit, Aegirin (etwas metallglänzend, stark ge-streift mit 13,31 Natron) und Sodalith in gewöhnlich erbsengrossen aber auch bis zu1 Zoll dicken, durch mikroskopische Arfvedsoniteinschlusse grüngefärbten Dode-kaedern (mit 7,3 CI); accessorisch ist besonders granatrother Eudialyt, seltenerElaeolith (mit Arfvedsonit und Feldspath gemengt, auch in deutlichen haselnuss-grossen Krystallen); vgl. Miner. Magaz. V. November 1882. 47 ; excerp. in Z. f. Kryst.VII. 1883. 605, auch N. Jahrb. f. Min. 1883. II. 19, wo das Gestein als sodalith-fiihrender Nephelinsyenit bezeichnet wird, was den Mengenverhältnissen der beidenMineralien nicht entspricht; vgl. auch Z. f. Kryst. XI. 1886. 315. Zufolge Ussingkommt übrigens hier der Sodalith nur in gewissen Varietäten vor; Analcim erscheintz. Th. als grosse einheitlich orientirte Partieen von Ikositetraederform, welche alsPseudomorphosen nach Leucit gedeutet werden; die Grenzen des Massivs sind reichan Aegirin und Arfvedsonit und sodalithfrei (vgl. N. Jahrb. f. Min. 1893. I. Eef. 500).