Vorkommnisse.
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In Nordamerika sind von diesen Gesteinen manche Vorkommnisse bekannt.Westl. von Montreal in Canada bildet Es. eine kleine stockförmige Masse im Trenton -kalk, zugehörige porphyrisclie Gänge ziehen durch beide hindurch. Der Syenit istmittel- bis feinkörnig, vielfach trachytoidisch durch parallele Feldspathtafeln, dieauf dem Querbruch als leistenförmige Durchschnitte erscheinen. Neben Orthoklasreichlicher Oligoklas; viel dunkelgrüne Hornblende mit bräunlicher Centralpartie;spärlicher grüner Pyroxen, welcher kein Aegirin ist, weil Schnitte aus der Prismen-zone eine Auslöschungsschiefe von 34°—36° ergeben; braun durchsichtiger Granat,hier von relativ jungem Alter, weil er automorphe Noseane und Orthoklase um-scliliesst; reichlich mikroskopischer Elaeolith, der die eckigen Räume zwischen denübrigen Gemengtheilen ausfüllt. Sehr reichlich vorhanden ist ein automorphes iso-tropes Mineral, welches B. J. Harrington als Sodalith analysirte (mit keiner SO 3 und6,91 CI), während Osann das Mineral, »welches bisher für Sodalith gehalten wordenzu sein scheint«, für kalkarmen Nosean oder Haüyn mit 5— 6 X SO 3 erklärt; derRand ist wasserhell, das Centrum erfüllt mit opaken Erztheilchen (vermuthlichMagnetit), die sich zu dunkeln Strichnetzen ordnen. Auch wird Wollastonit ange-geben. Ein anderer Fundpunkt ist Beloeil in Rouville Co., Prov. Quebec . — Einaus vorwiegendem Orthoklas, schwarzen Glimmertafeln, Elaeolith, blauem Sodalith,röthlichem Plagioklas und Zirkon bestehendes Gestein beschrieb Kimball als gang-bildend im quarzfreien Porphyrit von Salem, Massachusetts . — Wadsworth berichtetüber einen »Zirkonsyenit« von Marblehead, Massachusetts . — Das von Hawes alsHornblendesyenit beschriebene mittelkörnige Gestein vom Red Hill bei Moultonboro,New Hampshire , erkannte Bayley als einen aciden Es. (mit 59, 01 ^ SiC> 2 ). Der sehrvorwaltende Feldspathbestandtheil ist eine Verwachsung von Orthoklas mit über-wiegendem Albit; Elaeolith und Sodalith in geringerer Menge; heller Augit grössten-theils in hellgrüne, faserige, mit secundärem Biotit und Leukoxen vermengte Horn-blende umgewandelt; ausserdem primäre automorphe bräunlichgrüne Hornblende(mit über 24° Auslöschungsschiefe, bisweilen mit Andeutungen eines schwarzenRandes), primärer Biotit, Titanit, Apatit; die letzteren vier Mineralien sind oft zu-sammengeballt. — Nach B. R. Emerson und (später) Kemp setzt ein 3 Miles langerund ca, \ Mile breiter Gang zwischen Beemerville und Libertyville in Sussex Co.,New Jersey, auf, einerseits von Hudson-River -Schiefern, andererseits von einemConglomerat begrenzt; der Gang ist örtlich sehr verschieden ausgebildet: die ge-wöhnlichste Varietät zeigt gelbliche Orthoklase (bisweilen 2 Zoll lang), viel Elaeo-lith (z. Th. umgewandelt in Cancrinit), viel Aegirin, Sodalith, selten tiefrothbraunenBiotit, Titanit (randlich in Rutil verändert), Erze. Der Elaeolithgehalt steigt stellen-weise bis auf 90;<C Die grobkörnige Mitte des Ganges ist reicher an Orthoklas alsdie feinerkörnigen Partieen nach der Grenze hin, wo sich der Biotit emsteilt. Ineinem Theil des Ganges erscheint, vielleicht als durchsetzender Gang, Elaeolith-syenitporphyr mit Ausscheidungen von bisweilen zollgrossen Elaeolithen und Feld-spath. — Harrington erwähnt in Trans, roy. soc. Canada 1886. 81 auch Es. mit be-sonders schönem Sodalith vom Ice River, einem Nebenfluss des Beaver Foot River,bei Kicking Ilorse Pass, Rocky Mts. — Vorkommnisse in Arkansas (Pulaski, Saline,Hotsprings, Garland, Montgomerie Co.) wurden sehr eingehend von J. F. Williamsuntersucht (Igneous rocks of Arkansas. Little Rock 1891); eine durch Orthoklas-krystalle porphyrartige Varietät, welche in ihrer Hauptmasse sehr reich ist an Arf-vedsonit, und in dieser sonst noch Kryptoperthit, Diopsid, Biotit, aber nur rechtwenig Elaeolith zeigt, wurde von ihm Pulaskit genannt. — Es. neben den Thero-lithen der Crazy-Mountains im n. Montana beschrieben J. E. Wolff und Tarr (Bull.Mus. comp. zool. XVI. 1893. 227).
Eine besondere Stellung nimmt das schöne, schon 1845 von C. T. Jackson ge-Zirkel, Petrographie. II. 2. Aufl. 27